Corona-Schutzimpfung

Ein Impfstoff gegen COVID-19 steht in Deutschland bereit. Im ganzen Land werden Impfzentren geschaffen. Die neun Zentralen Impfzentren (ZIZ) in Baden-Württemberg haben bereits mit dem Impfen begonnen. Die Standorte der ZIZ sind in Ulm, Tübingen, Heidelberg, Freiburg, Stuttgart, Karlsruhe, Mannheim, Offenburg und Rot am See. Die Kreisimpfzentren nehmen am 22. Januar 2021 den Impfbetrieb auf.

Allgemeine Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Unter www.zusammengegencorona.de/impfen ist ein erweitertes Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Hier können sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Fachleute sich für einen Newsletter-Infoservice anmelden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wichtige Materialien, wie zum Beispiel der Einwilligungsbogen und das Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung sowie Leitfäden, sind  unter www.zusammengegencorona.de/downloads eingestellt.

Erweiterung der Hotline 116 117
Ebenfalls ist ein erweiterter Informations-Service der 116 117 (kostenlos, täglich von 8 bis 22 Uhr) gestartet. Fragen der Bürgerinnen und Bürger rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die Corona-Schutzimpfung werden hier beantwortet.

Die Notrufnummer 112 soll für Fragen zur Corona-Schutzimpfung (Terminvereinbarung, Rückfragen zur Corona-Schutzimpfung, etc.) nicht genutzt werden.

Kreisimpfzentrum (KIZ) Landkreis Biberach

Hier zeigt Ihnen Charlotte Ziller, Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, den Ablauf im Kreisimpfzentrum >>

Das Kreisimpfzentrum im Landkreis Biberach entsteht in der Gemeindehalle Ummendorf (Schulstraße 31, 88444 Ummendorf) und nimmt ab 22. Januar 2021 den Impfbetrieb im Landkreis Biberach auf. Bereits seit dem 7. Januar 2021 wird im Landkreis Biberach in den Alten- und Pflegeheimen über mobile Impfteams geimpft.

Laut Ministerium für Soziales und Integration sollen alle Kreisimpfzentren ab der dritten Kalenderwoche 2021 rund 1.000 Impfdosen erhalten. Weitere Lieferungen in gleicher Größenordnung sind zunächst im 14-tägigen Rhythmus angekündigt. Ab dem 22. Januar 2021 können im Kreisimpfzentrum deshalb wöchentlich 500 Impfungen an fünf Tagen durchgeführt werden.

Impfreihenfolge der Bevölkerung

Folgende Personen haben zunächst mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung:

  1. Personen, die das 80. Lebensjahr vollendet haben (Nachweis: Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis, aus dem der Wohnort oder gewöhnliche Aufenthaltsort hervorgeht)
  2. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut oder gepflegt werden (Nachweis: Bescheinigung der Einrichtung)
  3. Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen tätig sind (Nachweis: Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis + Bescheinigung der Einrichtung)
  4. Personen, die im Rahmen ambulanter Pflegedienste regelmäßig ältere oder pflegebe-dürftige Menschen behandeln, betreuen oder pflegen (Nachweis: Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis + Bescheinigung der Einrichtung)
  5. Personen, die in Bereichen medizinischer Einrichtungen mit einem sehr hohen Expositionsrisiko in Bezug auf das Coronavirus SARS-CoV-2 tätig sind, insbesondere

    • in Intensivstationen,
    • in Notaufnahmen,
    • in Rettungsdiensten,
    • als Leistungserbringer der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung,
    • in Corona-Impfzentren,
    • in Bereichen, in denen für eine Infektion mit Coronavirus SARS-CoV-2 relevante aerosolgenerierende Tätigkeiten durchgeführt werden (z. B. In- und Extubation, Bronchoskopie, Laryngoskopie).
      (Nachweis: Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis + Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens)

  6. Personen, die in medizinischen Einrichtungen regelmäßig Personen behandeln, betreuen oder pflegen, bei denen ein sehr hohes Risiko für einen schweren oder tödlichen Krankheitsverlauf nach einer Infektion mit dem Coronavirus SARS-CoV-2 besteht, insbesondere in Einrichtungen

    • in der Onkologie,
    • in der Transplantationsmedizin (auch Koordinatoren der Koordinierungsstelle nach § 11 Transplantationsgesetz).

    (Nachweis: Personalausweis oder ein anderer Lichtbildausweis + Bescheinigung der Einrichtung bzw. des Unternehmens)

Die bei der Prüfung des Anspruchs aufgelisteten Nachweise sind gegenüber dem Impfzentrum zum Nachweis der Anspruchsberechtigung und zur Prüfung der Priorisierung vor der Schutzimpfung vorzulegen. Ein ärztliches Zeugnis als Nachweis über das Vorliegen einer bestimmten Erkrankung im Rahmen der ersten Priorisierungsstufe ist nicht erforderlich.

Die Einteilung der priorisierten Bevölkerungsgruppen orientiert sich an den Empfehlungen der Ständigen Impfkommission zur COVID-19-Impfung. Diese Empfehlung ist in der Impfverordnung des Bundes geregelt.

Vergabe von Impfterminen

Eine Impfung im Impfzentrum erfolgt nur mit Termin. Die Impftermine für die Kreisimpfzentren werden ab heute, 19. Januar 2021, vergeben.

Bei der Terminvereinbarung werden gleichzeitig die Termine für Erst- und Zweitimpfung vergeben. Telefonisch ist die Terminvereinbarung über die zentrale Telefonnummer 116 117 möglich, online können Termine über die zentrale Anmeldeplattform https://116117.de vereinbart werden. Eine ausführliche Anleitung zur Online-Terminvereinbarung gibt es hier >>

Vor Ort im Kreisimpfzentrum sowie über das Landratsamt Biberach werden keine Termine vergeben. Ebenfalls soll die Notrufnummer 112 für Fragen zur Corona-Schutzimpfung (Terminvereinbarung, Rückfragen zur Corona-Schutzimpfung, etc.) nicht genutzt werden.

Es werden zu Beginn für die Erstimpfung Termine anhand der voraussichtlich verfügbaren Impfstoffmenge für die erste Betriebswoche (22. bis 29. Januar 2021) und für die Zweitimpfung drei Wochen später (von 12. bis 19. Februar 2021) vergeben. Voraussichtlich ab dem 25. Januar 2021 werden die Terminslots für die darauffolgende Woche freigegeben. Die Terminkapazitäten werden entsprechend der Verfügbarkeit des Impfstoffes freigegeben bzw. ausgebaut.

Impfablauf im Impfzentrum

Im Kreisimpfzentrum sind die Abläufe klar strukturiert:

Das Kreisimpfzentrum ist barrierefrei zugänglich. Direkt am Eingang wird geprüft, ob die Person einen Termin hat. Die Impfberechtigung wird vor Ort entsprechend der „höchsten Priorität“ der Corona-Impfverordnung kontrolliert. Nach der Registrierung gibt es eine erste Aufklärung in Videoform, danach eine persönliche Aufklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Nach der eigentlichen Impfung gibt es dann, ähnlich wie etwa bei der Grippe-Impfung, noch eine kurze Beobachtungsphase. Dabei sind die Wege im Impfzentrum so gestaltet, dass möglichst wenige Begegnungen stattfinden und sich keine Wege kreuzen. Im Kreisimpfzentrum Ummendorf gibt es sechs parallele Impfstraßen. Dadurch können mehrere Impflinge parallel eingeladen und in den Impfprozess eingeschleust werden.

Hier zeigt Ihnen Charlotte Ziller, Leiterin des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, den Ablauf im Kreisimpfzentrum >>

Vorbereitung auf den Impftermin

Was muss zum Impftermin mitgebracht werden?

Wer einen Termin hat, muss zur Impfung den entsprechenden Vermittlungscode der Terminvereinbarung, den Impfpass, die Versichertenkarte und ein Ausweis-dokument (beispielsweise Personalausweis) mitbringen. Die Impfberechtigung wird vor Ort entsprechend der „höchsten Priorität“ der Corona-Impfverordnung kontrolliert.

 

Kann ich mich auf den Impftermin vorbereiten?

Wenn Sie bereits einen Termin für eine COVID-19-Impfung vereinbart haben, können Sie über https://www.impfen-bw.de/ vorab selbst Ihre Formulare zur Impfung erstellen. Dadurch helfen Sie, Prozesse zu beschleunigen und reduzieren Ihre Wartezeit vor Ort. Eine Terminvereinbarung ist über das Portal nicht möglich.

Pressemitteilungen zum Kreisimpfzentrum

Terminvergabe für das Kreisimpfzentrum ab morgen, 19. Januar 2021 möglich (18. Januar 2021)

Das Kreisimpfzentrum in Ummendorf nimmt ab 22. Januar 2021 den Impfbetrieb im Landkreis Biberach auf. Zuerst haben entsprechend der Corona-Impfverordnung des Bundes Bürgerinnen und Bürger mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung. Das sind beispielsweise Menschen über 80 Jahren oder Personen, die in stationären Einrichtungen zur Behandlung, Betreuung oder Pflege älterer oder pflegebedürftiger Menschen behandelt, betreut gepflegt oder tätig sind. Eine Impfung im Impfzentrum erfolgt nur mit Termin. Ab morgen, 19. Januar 2021 werden Impftermine für das Kreisimpfzentrum in Ummendorf vergeben.

Laut Ministerium für Soziales und Integration sollen alle Kreisimpfzentren ab der dritten Kalenderwoche 2021 rund 1.000 Impfdosen erhalten. Weitere Lieferungen in gleicher Größenordnung sind zunächst im 14-tägigen Rhythmus angekündigt. Landrat Dr. Schmid dazu: „Aufgrund der begrenzten Anzahl an Impfdosen, die wir vom Land erhalten, werden wir zu Beginn nicht so viele Impfungen durchführen können, wie wir eigentlich vornehmen könnten und auch gerne vornehmen würden. Wir konnten allerdings mit dem Zentralen Impfzentrum in Ulm vereinbaren, dass dieses gemeinsam mit dem DRK Biberach über die mobilen Impfteams die noch ausstehenden Impfungen in den Alten- und Pflegeheimen im Landkreis übernimmt. Das heißt, wir können den uns zur Verfügung gestellten Impfstoff komplett für die Impfungen im Kreisimpfzentrum verwenden. Statt der bislang angenommenen 180 Impfungen an lediglich zwei Tagen pro Woche können wir deshalb ab dem 22. Januar 2021 wöchentlich 500 Impfungen an fünf Tagen durchführen. Außerdem werden wir auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Klinikums und des Rettungsdienstes impfen. Das sind bei all den mannigfaltigen Herausforderungen und immer wieder neuen Rückschlägen wirklich gute Nachrichten. Gleichwohl wird es zu Beginn sicherlich einen gewissen Engpass bei den Impfungen geben, weil einfach die große Nachfrage das noch sehr beschränkte Angebot deutlich überwiegt.“

Telefonisch ist die Terminvereinbarung über die zentrale Telefonnummer des Landes 116 117 möglich, online können Termine über die zentrale Anmeldeplattform https://www.116117.de vereinbart werden. Bei der Terminvereinbarung werden gleichzeitig die Termine für Erst- und Zweitimpfung vergeben! Eine ausführliche Anleitung für die Online-Terminvereinbarung gibt es auf www.biberach.de. Vor Ort im Kreisimpfzentrum sowie über das Landratsamt Biberach werden keine Termine vergeben.

Es werden zu Beginn für die Erstimpfung Termine anhand der voraussichtlich verfügbaren Impfstoffmenge für die erste Betriebswoche (22. bis 29. Januar 2021) und für die Zweitimpfung drei Wochen später (von 12. bis 19. Februar 2021) vergeben. Voraussichtlich ab dem 25. Januar 2021 werden die Terminslots für die darauffolgende Woche freigegeben. Die Terminkapazitäten werden entsprechend der Verfügbarkeit des Impfstoffes freigegeben bzw. ausgebaut.

Wer einen Termin hat, muss zur Impfung den Vermittlungscode der Terminvereinbarung, den Impfpass, die Versichertenkarte und ein Ausweisdokument (beispielsweise Personalausweis) mitbringen. Die Impfberechtigung wird vor Ort entsprechend der „höchsten Priorität“ der Corona-Impfverordnung kontrolliert.

Um Prozesse zu beschleunigen und die Wartezeit vor Ort zu reduzieren, können die Formulare zur Impfung bereits vorab online über die Seite https://www.impfen-bw.de/ erstellt werden. Eine Terminvereinbarung ist über das Portal nicht möglich.

Personal nimmt Arbeit im Kreisimpfzentrum auf (14. Januar 2021)

Das Kreisimpfzentrum in Ummendorf nimmt ab 22. Januar 2021 den Impfbetrieb im Landkreis Biberach auf. Um den Betrieb im Gesamtausbau für sieben Tage mit 16 Stunden sicherzustellen, braucht es bis zu 50 Verwaltungskräfte und eine Vielzahl medizinischer Fachkräfte, die das Landratsamt bzw. das DRK Biberach dafür einstellt. Das Kreisimpfzentrum entsteht in enger Zusammenarbeit zwischen dem DRK-Kreisverband Biberach und der Kassenärztlichen Vereinigung. Unterstützung erfährt es auch vom Technischen Hilfswerk und den Feuerwehren. Die ersten neuen Mitarbeiter haben im Kreisimpfzentrum mittlerweile ihre Arbeit aufgenommen.

Bei vollem Betrieb täglich von 7 bis 21 Uhr braucht es annähernd 75 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Dabei handelt es sich um Verwaltungsmitarbeiter, medizinisches Personal, Ärzte und den Sicherheitsdienst. Bei der Personalbeschaffung und –planung haben Landkreis, DRK und die Kassenärztliche Vereinigung eng zusammengearbeitet und ein entsprechendes tragfähiges Konstrukt entwickelt.

Das Landratsamt hat für den Beginn 13 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für den administrativen Bereich fest für mindestens sechs Monate eingestellt. Im Laufe der nächsten Wochen kommen weitere 20 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter dazu. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter werden in den kommenden Tagen entsprechend geschult. Koordiniert wird das Kreisimpfzentrum durch ein Team langjähriger Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Landratsamtes. Gisela Baumann, Leiterin des Amtes für Bildung und Schulentwicklung, Johanna Schauer-Henrich, Mitarbeiterin im Kreiskultur- und Archivamt, und Gerd Romer, Mitarbeiter im Landwirtschaftsamt, werden in den kommenden Wochen und Monaten von ihren Tätigkeiten im Landratsamt befreit und leiten künftig das Kreisimpfzentrum in Ummendorf.

Das DRK hat die Personalgewinnung und –planung für das medizinische Fachpersonal übernommen. Das medizinische Fachpersonal übernimmt im Kreisimpfzentrum die Aufgaben der Impfvorbereitung, der Aufbereitung des Impfstoffes, des Impfens sowie der Nachbetreuung. Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK Biberach: „Der Betrieb des Kreisimpfzentrums ist sehr personalintensiv. Wir stellen seit dieser Woche medizinisches Fachpersonal ein, sodass wir zum Start des Impfzentrums am 22. Januar 2021 mit ausreichend Ärzten und medizinischem Fachpersonal an den Start gehen. In den nächsten Tagen werden wir weiter Personal rekrutieren, da die Besetzung der Schichten zum Teil auch durch den Einsatz von Teilzeitkräften erfolgt. Nach wie vor haben wir daher Bedarf an medizinischem Fachpersonal wie medizinischen Fachangestellten, examinierten Krankenpflegekräften sowie an Rettungs- oder Notfallsanitäter.“ Interessierte Bewerber können sich direkt an beim DRK melden (E-Mail: bewerbung.kiz(at)drk-bc.de; Telefon: 07351 157070).

Die Kassenärztliche Vereinigung hatte ihrerseits einen Aufruf an die Ärzte gestartet. Die Resonanz bei der Ärzteschaft war sehr gut. Es haben sich rund 200 interessierte Ärztinnen und Ärzte gemeldet.

Ab 19. Januar 2021 werden Impftermine für das Kreisimpfzentrum in Ummendorf vergeben. Telefonisch ist die Terminvereinbarung über die zentrale Telefonnummer 116 117 möglich, online können Termine über die zentrale Anmeldeplattform https://www.impfterminservice.de/impftermine oder https://www.116117.de vereinbart werden. Bei der Terminvereinbarung werden gleichzeitig die Termine für Erst- und Zweitimpfung vergeben.

Erfolgreicher Testlauf im künftigen Kreisimpfzentrum (11. Januar 2021)

Das Kreisimpfzentrum in Ummendorf nimmt ab 22. Januar 2021 den Impfbetrieb im Landkreis Biberach auf. Bereits am vergangenen Samstag (9. Januar 2021) wurde in einem Testlauf der Betrieb des künftigen Kreisimpfzentrums getestet.

Rund 80 Personen haben an dem Testlauf teilgenommen, darunter ehrenamtli-che Helfer des DRK und den Feuerwehren im Landkreis. Dabei wurden die Ab-läufe in Echtzeit und mit unterschiedlichen Szenarien durchgespielt. Es gab Menschen mit körperlichen Beeinträchtigungen, Menschen mit Sprachbarrieren und medizinische Notfälle. Am Ende zogen die Organisatoren eine positive Bi-lanz. Landrat Dr. Heiko Schmid stellte fest: „Die Zusammenarbeit allen Akteuren, insbesondere mit dem DRK, der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Techni-schen Hilfswerk hat hervorragend funktioniert. Nur so war es möglich, in dieser kurzen Zeit ein Impfzentrum aufzubauen. Der Testlauf hat gezeigt, dass die Ab-läufe funktionieren und wir für den Start des Impfzentrums am 22. Januar 2021 gut vorbereitet sind.“

Im Kreisimpfzentrum sind die Abläufe klar strukturiert: direkt am Eingang wird geprüft, ob die Person einen Termin hat. Nach der Registrierung gibt es eine erste Aufklärung in Videoform, danach eine persönliche Aufklärung durch eine Ärztin oder einen Arzt. Nach der eigentlichen Impfung gibt es dann, ähnlich wie etwa bei der Grippe-Impfung, noch eine kurze Beobachtungsphase. Dabei sind die Wege im Impfzentrum so gestaltet, dass möglichst wenige Begegnungen stattfinden und sich keine Wege kreuzen. Im Kreisimpfzentrum Ummendorf gibt es sechs parallele Impfstraßen. Dadurch können mehrere Impflinge parallel ein-geladen und in den Impfprozess eingeschleust werden. Bei voller Besetzung aller Impfstraßen arbeiten im Kreisimpfzentrum Ummendorf 23 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Impfprozess. Das Kreisimpfzentrum in Ummendorf wird ab 22. Januar 2021 aufgrund der zur Verfügung stehenden Impfstoffmenge zunächst mit 180 Impfungen an zwei Tagen pro Woche starten.

Erste Impfungen im Landkreis Biberach (7. Januar 2021)

Im Landkreis Biberach sind heute (7. Januar 2020) die ersten Corona-Impfungen erfolgt. Diese fanden im Abt-Siard-Haus in Bad Schussenried statt. Die Bewohnerin Maria Schneider wurde als erste Person im Landkreis Biberach geimpft. Insgesamt wurden dort rund 230 Impfungen vorgenommen. Weitere Impfungen in Pflegeheimen des Landkreises Biberach durch mobile Impfteams des Zentralen Impfzentrums sind für die kommenden Tage geplant.

Landrat Dr. Schmid dazu: „Ich freue mich sehr, dass heute mit dem Abt-Siard-Haus in Bad Schussenried nun in der ersten Einrichtung in unserem Landkreis mit dem Impfen gegen das Coronavirus begonnen wurde. In den vergangenen Tagen und Wochen haben wir alle Hebel in Bewegung gesetzt, dass auch bei uns die Impfungen zeitnah starten. Dieses Engagement hat sich jetzt ausgezahlt. Bei meinem Besuch heute Vormittag im Abt-Siard-Haus konnte ich mir einen Eindruck verschaffen, wie professionell die mobilen Impfteams arbeiten. Dabei nimmt sich das medizinische Personal aber auch Zeit, um die Fragen der Impfkandidaten zu beantworten und Sorgen zu besprechen. Ein großes Lob möchte ich den Akteuren vor Ort aussprechen, die alles hervorragend vorbereitet hatten, damit die Menschen dort sicher und zügig geimpft werden können. Ich kann Sie, liebe Bürgerinnen und Bürger, nur dazu ermuntern, die Chance auf eine Impfung wahrzunehmen, wenn Sie an der Reihe sind. Insbesondere alle Personen, die in der Pflege tätig sind, bitte ich, dem guten Beispiel des Abt-Siard-Hauses zu folgen und sich impfen zu lassen. So können wir hoffentlich die Pandemie in den Griff bekommen und mit Zuversicht in die Zukunft blicken.“

Das Abt-Siard-Haus ist ein psychiatrisches Fachpflegeheim des ZfP Südwürttemberg. „Wir freuen uns, dass wir im Abt-Siard-Haus heute die ersten Impfdosen erhalten haben für Mitarbeitende und Bewohnende, die sich dazu bereit erklärt hatten“, sagte Christoph Vieten, Regionaldirektor Donau-Riss und Zentralbereichsleiter Arbeit und Wohnen im ZfP Südwürttemberg. Einen besonderen Dank für die guten Vorbereitungen sprach Vieten dem Mitorganisator Dr. Thomas König und den Regionalen Geschäftsbereichsleitungen Arbeit und Wohnen Donau-Riss im ZfP, Dr. Paul Lahode und Martina Nunnenmacher, aus. „Ohne deren Engagement hätte die kurzfristige Impfaktion nicht in der Art stattfinden können.“

Im Vorfeld fragten die Mitarbeitenden des Fachpflegeheims bei den Bewohnenden beziehungsweise bei deren rechtlicher Betreuung die Einverständnisse ab und klärten über die bevorstehende Impfung auf. Die Impfungen sind sowohl für Mitarbeitende als auch für Bewohnende freiwillig. Im Abt-Siard-Haus wurde die derzeit nicht belegte Quarantäne-Einheit für die Impfaktion genutzt. Die Räumlichkeiten boten genügend Platz. „Unser eigens eingerichteter Quarantäne-Bereich erweist sich als sehr praktisch“, berichteten Nunnenmacher und Dr. Lahode. „Wir schauen nun gespannt der Herausforderung entgegen, wenn das Fachpflegeheim in drei Wochen an den neuen Standort umzieht. Das überschneidet sich dann mit der zweiten Impfung“, erklärte Lahode. Dies müsse noch geplant und vorbereitet werden.

Der Schussenrieder Hausarzt Dr. Thomas König hat die erste Impfung im Landkreis Biberach übernommen. Er betreibt mit Michael Scherer die Schwabenpraxis in Bad Schussenried. Er erläutert: „Direkt nach Zulassung des Impfstoffes vor Weihnachten und Veröffentlichung der ersten Impfdokumente haben wir uns als “Mobile Impfärzte” beim zentralen Impfzentrum in Ulm registrieren lassen. Wir haben angeboten, den Impfeinsatz in Bad Schussenried vorzubereiten und zu koordinieren. Dass das Impfzentrum auf Hausärzte zugreifen konnte, die Strukturen und Patienten vor Ort kennen, hat sich als großen Vorteil erwiesen.“

Mit dem Start des Kreisimpfzentrums am 22. Januar 2021 werden die Impfungen in den Pflegeheimen im Landkreis Biberach durch das DRK Biberach übernommen. Michael Mutschler, Geschäftsführer Rettungsdienst beim DRK Biberach führt aus: „Im Landkreis Biberach sollen ab 22. Januar 2021 zwei mobile Impfteams zum Einsatz kommen. Wir stehen dabei im engen Austausch mit einzelnen Einrichtungen und Heimleitungen, dem Landratsamt Biberach sowie den Kolleginnen und Kollegen des zentralen Impfzentrums in Ulm. Insgesamt ist es ein großer organisatorischer Aufwand mit hohem Personaleinsatz der durch haupt- und ehrenamtliches Personal des DRK bewältigt wird.“

3.403 bestätigte Fälle – Informationen zur Corona-Schutzimpfung (29. Dezember 2020)

Aktuell (Stand 29. Dezember 2020, 12 Uhr) sind 3.403 Personen im Landkreis Biberach positiv auf das Coronavirus getestet. Das sind 34 Personen mehr als am gestrigen Montag, 12 Uhr. In den letzten sieben Tagen haben sich 306 Personen mit dem Virus infiziert. Die 7-Tage-Inzidenz liegt bei 151,72. 72 Personen sind an und mit dem Coronavirus im Landkreis Biberach verstorben.

Die Anzahl der genesenen Personen und damit auch die Anzahl der aktuell infizierten Personen ist derzeit nicht aktuell. Dies hängt mit einer Umstellung der internen Abläufe zusammen. An einer Lösung wird gearbeitet. Sobald die Zahlen wieder aktuell sind, erfolgt eine entsprechende Information.

Informationen zur Corona-Schutzimpfung

Das Kreisimpfzentrum in Ummendorf und die mobilen Impfteams nehmen ab 15. Januar 2021 den Impfbetrieb im Landkreis Biberach auf. Zuerst haben entsprechend der Corona-Impfverordnung des Bundes Bürgerinnen und Bürger mit höchster Priorität Anspruch auf Schutzimpfung. Dem Land Baden-Württemberg werden vorerst deutlich weniger Impfdosen zur Verfügung stehen, als ursprüng-lich angekündigt. Dementsprechend werden vom Land Baden-Württemberg weniger Impfdosen an die Stadt- und Landkreise weiterverteilt. Auch für den Landkreis Biberach können damit zu Beginn nicht so viele Impfungen vorgenommen werden, wie zunächst geplant.

Entsprechend der Empfehlung des Ministeriums für Soziales und Integration wird im Landkreis Biberach zu Beginn ein Großteil der Impfdosen genutzt, um über ein mobiles Impfteam in den Pflegeheimen zu impfen. Darüber hinaus werden Impfungen über Termine im Kreisimpfzentrum in Ummendorf vorgenommen. Die Impfungen werden aufgrund der geringeren Anzahl der Impfdosen vorerst nur an einzelnen Wochentagen im Kreisimpfzentrum möglich sein. Sobald weitere Impfstoffe zugelassen bzw. mehr Impfdosen für den Landkreis Biberach verfügbar sind, kann die Anzahl der Impftermine und der Impfungen entsprechend steigen.

Eine Impfung im Kreisimpfzentrum in Ummendorf erfolgt nur mit Termin. Momentan werden für das Kreisimpfzentrum in Ummendorf noch keine Termine vergeben. Die Impftermine werden vergeben, sobald der erste Impfstoff in den Landkreis geliefert wurde. Die erste Lieferung des Impfstoffes für den Landkreis Biberach ist aktuell für die zweite Kalenderwoche 2021 angekündigt. Sobald die Terminvereinbarung möglich ist, erfolgt eine Information durch das Landratsamt Biberach. Bei der Terminvereinbarung werden gleichzeitig die Termine für Erst- und Zweitimpfung vergeben. Telefonisch ist die Terminvereinbarung über die zentrale Telefonnummer 116 117 möglich, online können Termine über die zentrale Anmeldeplattform https://www.impfterminservice.de/impftermine vereinbart werden.

Informationsangebot des Bundes zur Corona-Schutzimpfung
Unter www.zusammengegencorona.de/impfen ist ein erweitertes Informationsangebot abrufbar, das bundeseinheitliche Informationen rund um die Schutzimpfung bereithält und weiter ausgebaut wird. Hier können sich sowohl Bürgerinnen und Bürger als auch Fachleute für einen Newsletter-Infoservice anmelden, um auf dem Laufenden zu bleiben. Wichtige Materialien, wie zum Beispiel der Einwil-ligungsbogen und das Aufklärungsmerkblatt zur Corona-Schutzimpfung sowie Leitfäden, sind unter www.zusammengegencorona.de/downloads eingestellt.

Erweiterung der Hotline 116 117
Ebenfalls gestartet ist ein erweiterter Informations-Service der 116 117 (kostenlos, täglich von 8 bis 22 Uhr). Fragen der Bürgerinnen und Bürger rund um Corona-Schutzmaßnahmen und die Corona-Schutzimpfung werden hier beantwortet.

Die Notrufnummer 112 soll für Fragen zur Corona-Schutzimpfung (Terminvereinbarung, Rückfragen zur Corona-Schutzimpfung, etc.) nicht genutzt werden.

Landratsamt, DRK und Kassenärztliche Vereinigung ziehen an einem Strang (14. Dezember 2020)

Das Landratsamt Biberach, der DRK-Kreisverband Biberach und die Kassenärztliche Vereinigung arbeiten mit Hochdruck daran, das Kreisimpfzentrum (KIZ) in der Gemeindehalle Ummendorf aufzubauen. Nach den landesweiten Planungen für die Impfzentren soll es am 15. Januar 2021 in Betrieb gehen.

„Ein solches Impfzentrum hat es noch nie gegeben. Es ist eine Herkulesaufgabe, die wir nur gemeinsam bewältigen können. Deshalb wollen wir auch die Aufgabe partnerschaftlich und im guten Miteinander angehen“, sagen Landrat Dr. Heiko Schmid, DRK-Präsident Peter Schneider und Dr. Steffen Gauß, Pandemiebeauftragter der Kassenärztlichen Vereinigung übereinstimmend. Landratsamt und DRK haben jeweils Arbeitsgruppen eingerichtet, die den Aufbau und den Betrieb planen, sich regelmäßig austauschen und abstimmen.

Das Kreisimpfzentrum soll täglich von 7 bis 21 Uhr geöffnet sein. Es wird im Zweischichtbetrieb gearbeitet. Es sollen bis zu 60 Impfungen in der Stunde möglich sein. Nach den derzeitigen Planungen von Bund und Land ist eine Impfung nur nach vorheriger Terminvergabe möglich. Die dazu notwendigen Details werden noch rechtzeitig veröffentlicht. Insbesondere auch, welche Bevölkerungsgruppen wann geimpft werden sollen. Wer einen Termin erhalten hat, muss sich zunächst im KIZ registrieren. Anschließend wird man per Video über die Impfung aufgeklärt und kann offene Fragen mit einer Ärztin oder einem Arzt klären. Die Impfung selbst nimmt dann medizinisches Fachpersonal vor. Nach der Impfung sollte man noch für eine kurze Zeit zur Beobachtung im Impfzentrum bleiben. Abgeschlossen wird der Impfvorgang mit einem Nachweis.

Um die Impfungen auch möglich machen zu können, braucht es täglich zwischen 70 und 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die den Betrieb des KIZ gewährleisten. Neben Ärzten arbeiten im KIZ medizinisches Fachpersonal zur Aufklärung und Impfung, Verwaltungsmitarbeiter, die die Registrierung und Dokumentation übernehmen. Es braucht Reinigungspersonal und Personal, das für den reibungslosten Ablauf sorgt.

Personal gesucht
Landratsamt und DRK haben bereits begonnen, entsprechendes Personal zu suchen und fest für mindestens sechs Monate einzustellen. Das Landratsamt sucht vor allem Personal im administrativen Bereich mit einer kaufmännischen Ausbildung und Hintergrund. Bewerbungen sind über die Homepage des Landratsamts unter www.biberach.de möglich. Das DRK hingegen sucht medizinisches Fachpersonal wie Ärzte, medizinische Fachangestellte, Alten- und Krankenpflegekräfte und Notfallsanitäter, um nur ein paar wenige der erforderlichen Qualifikationen zu nennen. Auch das DRK plant mit festen Beschäftigungsverhältnissen in Voll- oder Teilzeit und mit 450-Euro-Kräften. Bewerbungen sind über die Homepage des DRK unter www.drk-bc.de ab sofort möglich. Interessierte können sich zu den üblichen Geschäftszeiten unter der Rufnummer 07351/157070 melden. Darüber hinaus sollen nach Möglichkeit auch ehrenamtliche Kräfte des DRK eingebunden werden. Die Kassenärztliche Vereinigung hat ihrerseits bereits einen Aufruf an die Ärzte gestartet. Interessierte Ärzte können sich auf der Homepage der www.kvbawue.de melden.

Mobile Impfteams
Neben dem KIZ in Ummendorf soll es auch zwei mobile Impfteams geben. Sie sollen die Impfungen in den Pflegeheimen vornehmen. Auch hierfür braucht es täglich vier Ärzte und entsprechendes medizinisches Fachpersonal zur Unterstützung. Die notwendigen Fahrzeuge werden über den Katastrophenschutz bereitgestellt.

Landratsamt, DRK und Kassenärztliche Vereinigung gehen nach den derzeitigen Vorgaben des Landes davon aus, dass das KIZ bis 30. Juni 2021 besteht und danach die Impfungen durch die jeweiligen Hausärzte durchgeführt werden.

Kreisimpfzentrum entsteht in Ummendorf (2. Dezember 2020)

Das Sozialministerium hat am heutigen Tag (2. Dezember 2020) bekannt gegeben, dass das Kreisimpfzentrum für den Landkreis Biberach in Ummendorf entstehen soll.

Landrat Dr. Heiko Schmid, der nach einer Knieoperation nach wie vor in der Klinik ist und von dort aus, so gut es geht, digital seinen Dienstgeschäften nachkommt, dazu: „Es ist gut, dass nun Klarheit herrscht, an welchem Standort das Kreisimpfzentrum für den Landkreis Biberach entstehen soll. Unabhängig vom Standort des Kreisimpfzentrums haben wir in der vergangenen Woche die Vorbereitungen im Landratsamt dafür gestartet und eine verwaltungsinterne Arbeitsgruppe zur Umsetzung des Kreisimpfzentrums gebildet. Die Arbeitsgruppe hat sich auch bereits im Zentralen Impfzentrum des Landes in Ulm einen Eindruck von den nötigen Strukturen und Abläufen verschafft. Nachdem nun klar ist, dass das Kreisimpfzentrum für den Landkreis Biberach in der Gemeindehalle Ummendorf entstehen wird, können wir die Feinplanung starten. Wir arbeiten mit Hochdruck daran, dass ab Mitte Januar 2021 in Ummendorf für die Bürgerinnen und Bürger des Landkreises ein gut funktionierendes Impfzentrum zur Verfügung steht. Uns war wichtig, dass diese Einrichtung möglichst zentral und gut erreichbar entsteht; nachdem in Biberach selbst keine geeigneten und verfügbaren Liegenschaften vorhanden sind und die Zeit drängt, sind wir der Gemeinde Ummendorf mit Bürgermeister Reichert an der Spitze für die Möglichkeit, die Gemeindehalle in Anspruch zu nehmen, sehr dankbar.“

Die verwaltungsinterne Arbeitsgruppe des Landkreises zur Umsetzung des Kreisimpfzentrums wird durch den Pandemiebeauftragten der Kassenärztlichen Vereinigung sowie durch den DRK-Kreisverband Biberach e.V. ergänzt. Darüber hinaus wurde bereits Kontakt mit dem Technischen Hilfswerk und weiteren Rettungskräften aufgenommen.

Weiterführende Links

Anschrift Kreisimpfzentrum

Gemeindehalle Ummendorf

Schulstraße 31
88444 Ummendorf