Unterhalt und Vormundschaften

Ehrenamtliche Einzelvormundschaften / -pflegschaften

Wenn Eltern aufgrund von Tod, Krankheit oder Erziehungsunfähigkeit die elterliche Sorge nicht wahrnehmen können, bestellt das Familiengericht für den Minderjährigen einen Vormund oder Pfleger.

Auch für Minderjährige Ausländer, die ohne Elternteil nach Deutschland einreisen, wird ein Vormund bestimmt.

Sofern die elterliche Sorge komplett entzogen wird, spricht man von einer "Vormundschaft". Werden nur einzelne Teile der elterlichen Sorgen (z. B. das Aufenthaltsbestimmungsrecht oder die Gesundheitssorge) entzogen, nennt man dies "Pflegschaft".

Der Vormund / Pfleger ist rechtlicher Interessenvertreter des Minderjährigen und wird vom Familiengericht beaufsichtigt. Vormünder / Pfleger halten Kontakt zwischen dem jungen Menschen, den Pflegeeltern bzw. den Einrichtungen, Schulen, Ärzten, Jugendamt und anderen Behörden und Beteiligten.

Da eine persönliche und vertrauensvolle Beziehung zwischen Vormund / Pfleger und Mündel wichtig ist, sucht das Kreisjugendamt Privatpersonen, die die Zeit und das Interesse haben, Minderjährige auf ihrem Lebensweg verantwortlich und dauerhaft zu begleiten.

Zurzeit wird im Landkreis Biberach häufig das Jugendamt zum Vormund oder Pfleger bestellt.

Gemäß § 1791b BGB hat die ehrenamtliche Einzelvormundschaft / -pflegschaft Vorrang vor der Amtsvormundschaft / -pflegschaft. Eine Vormundschaft / Pflegschaft ist damit grundsätzlich als ehrenamtliche Einzelvormundschaft / -pflegschaft konzipiert.

Die Jugendämter sind gehalten die ehrenamtliche Einzelvormundschaft / -pflegschaft zu fördern (§ 53 SGB VIII i.V.m. § 4 Abs. 2 SGB VIII).

Das Kreisjugendamt Biberach unterstützt bei der Führung der ehrenamtlichen Einzelvormundschaft / -pflegschaft durch Schulungen, Informationen, Beratung und fortlaufende Praxisanleitung sowie durch regelmäßige Austauschtreffen mit anderen ehrenamtlichen Vormündern / Pflegern.

Mehr Informationen und die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie hier:
Flyer
Gesetzliche Vorschriften
Ansprechpartner

Beistandschaften

Gegenstand der Beistandschaft kann die Geltendmachung von Unterhaltsansprüchen und/oder die Feststellung der Vaterschaft des Kindes sein. Die Beistandschaft kann auch bereits vor der Geburt des Kindes beantragt werden. Durch die Beistandschaft wird die elterliche Sorge für das Kind nicht eingeschränkt.
 
Eine Beistandschaft kann entweder der Elternteil beantragen, dem die alleinige elterliche Sorge zusteht, oder bei gemeinsamem Sorgerecht, der Elternteil, bei dem das Kind lebt.
 
Erfahren Sie hier mehr über unsere Aufgaben rund um das Thema Beistandschaft.

Bescheinigung über Nichtvorliegen von Eintragungen im Sorgeregister

(als Nachweis für die alleinige elterliche Sorge)

Die Mutter eines Kindes, die mit dem Vater des Kindes nicht verheiratet ist bzw. zu keiner Zeit war, kann auf Antrag eine Bescheinigung darüber verlangen, ob für das Kind Eintragungen im Sorgeregister vorliegen. Liegen keine Eintragungen vor, dient diese Bescheinigung im Rechtsverkehr als Nachweis darüber, dass der Mutter die alleinige elterliche Sorge für ihr Kind zusteht (z. B. zur Vorlage bei Behörden, Banken, Kindergärten, Schulen, Ärzten, etc.)

Pflegschaften

Wenn die Eltern eines Kindes an der Besorgung einzelner Angelegenheiten verhindert sind und keine geeignete Einzelperson zur Verfügung steht, kann beim Jugendamt eine Pflegschaft eingerichtet werden.
Innerhalb des Wirkungskreises der Pflegschaft übernimmt der Pfleger die rechtliche Vertretung des Kindes.

Mehr Informationen und entsprechende Kontaktdaten finden Sie hier:

Vormundschaften

Das Jugendamt kann für minderjährige Kinder und Jugendliche durch Gerichtsbeschluss zum Amtsvormund  bestellt werden und erhält  dadurch das Sorgerecht, wenn dies nicht mehr durch die Eltern wahrgenommen wird oder wahrgenommen werden kann. (bestellte Amtsvormundschaft)
 
Die gesetzliche Amtsvormundschaft tritt kraft Gesetzes ein, wenn bei Geburt eines Kindes die Mutter das 18. Lebensjahr noch nicht vollendet hat.

Mehr Informationen und die entsprechenden Kontaktdaten finden Sie hier:

Unterhaltsvorschuss

Wenn der Kindesunterhalt für Kinder unter 12 Jahren ausbleibt, kann der Elternteil, bei welchem das Kind lebt, für das Kind beim Jugendamt einen Vorschuss des Unterhalts beantragen.

Mehr Informationen zum Antragsverfahren, den Voraussetzungen für Unterhaltsvorschussleistungen sowie die Ansprechpartner finden Sie hier:

Sachgebietsleiterin

Irmgard Hader
Telefon 07351 52-6387
Telefax 07351 52-5387 
irmgard.hader(at)biberach.de

Kontakt

Finden Sie hier Ihren richtigen Ansprechpartner

Formulare

Im Formulare Center stehen die wichtigsten Formulare für Sie zum Download bereit.