Bestattungskosten (Sozialhilfe)

In Deutschland besteht Bestattungspflicht. Wer bestattungspflichtig ist, regelt das Bestattungsgesetz des jeweiligen Bundeslandes. Die Angehörigen der verstorbenen Person müssen gemäß der gesetzlich geregelten Reihenfolge für die Bestattung sorgen. Die Kosten dafür müssen vorrangig die Erben, an zweiter Stelle die Unterhaltspflichtigen bzw. sonstige angehörige Personen tragen.

Das Sozialamt übernimmt die erforderlichen Kosten einer Bestattung, soweit es der als gesetzlich verpflichteter Person - abhängig von ihrem Einkommen und Vermögen - nicht zugemutet werden kann.

Es übernimmt die Kosten für eine einfache ortsübliche Bestattung (auch Feuerbestattung). Beispielsweise gehören dazu die Kosten für den Sarg, Leichenhaus- und Grabgebühren und die Kosten für das Anlegen des Grabes.

Zuständiges Sozialamt

  • Wenn die verstorbene Person Sozialhilfe bezogen hat: das Sozialamt, von dem sie Sozialhilfe bezogen hat
  • Wenn die verstorbenen Person keine Sozialhilfe bezogen hat: das Sozialamt des Sterbeortes

Voraussetzungen

Das Sozialamt übernimmt die Kosten unter folgenden Voraussetzungen:

  • Sie sind unter sozialhilferechtlichen Aspekten angemessen.
  • Die verstorbene Person hat keinen ausreichenden Nachlass hinterlassen.
  • Die Erbinnen und Erben können sie nicht aus eigenen Mitteln tragen.
  • Es gibt keine anderen Personen, die zur Übernahme verpflichtet sind.

Die Übernahme der Bestattungskosten ist schriftlich beim zuständigen Sozialamt zu beantragen.

Dort können Sie sich auch beraten lassen und den Antrag ausfüllen.

Fristen

Der Antrag kann vor oder nach der Bestattung gestellt werden.

Besprechen Sie nach Möglichkeit eine Übernahme der Kosten schon vorher mit dem zuständigen Sozialamt.

Erforderliche Unterlagen

Nachweise der verstorbenen Person:

  • Sterbeurkunde
  • Aufstellung und Bewertung des Nachlasses mit Vermögensnachweisen, vor allem:
    lückenlose Girokontoauszüge der letzten drei Monate
    Sparbücher
    Geldanlagen
    Wohneigentum
    Versicherungssumme von Lebensversicherungen
    Zeitwert des Kraftfahrzeugs
    Bausparguthaben und Ähnliches
  • falls vorhanden: Testament, letztwillige Verfügung oder Erbvertrag
  • Aufstellung der möglichen Erbinnen und Erben und Familienangehörigen der verstorbenen Person: 
    Ehefrau oder Ehemann
    Kinder
    Eltern
    Geschwister
    Enkelkinder
    Großeltern
    Partnerinnen oder Partner in eheähnlicher Gemeinschaft
    eingetragene Lebenspartnerinnen und Lebenspartner
    sonstige Erbinnen und Erben

Nachweise der antragstellenden Person:

  • Erbschein oder Nachweis der Erbausschlagung
  • Kopien über die Art und Höhe des Einkommens der letzten drei Monate
  • Angaben zu weiteren Angehörigen der verstorbenen Person (z.B. im Haushalt lebende Erbinnen oder Erben und Angehörige der verstorbenen Person)
  • Nachweise über die Vermögensverhältnisse
  • Nachweise der monatlichen Belastungen
  • Mietvertrag und letzte Mieterhöhungserklärung der Vermieterin oder des Vermieters (aktuelle Miethöhe)
  • falls Sie den Antrag erst nach der Bestattung stellen: Originalrechnung des Bestattungsinstituts

Sachgebietsleiterin

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