30 Jahre Tschernobyl – Die Folgen sind immer noch erkennbar

Nach dem Reaktorunfall von Tschernobyl im Jahr 1986 wurde der östliche Landkreis Biberach nach Regenfällen mit strahlendem Material belastet. Heute findet man immer noch radioaktives Cäsium-137 im Boden, da dieses eine Halbwertzeit von 30 Jahren aufweist. Radioaktives Cäsium wird von bestimmten Pilzen, wie Röhrlingen und Hirschtrüffeln angereichert. Die Maßeinheit für die Strahlung eines bestimmten Stoffes ist Bequerel. Ein Wert von unter 600 Bequerel für Cäsium 137 ist für den Menschen unbedenklich.

In Zusammenarbeit mit Pilzsachverständigen untersucht die Lebensmittelüberwachung gezielt Wildpilze. Im Jahr 2013 war eine Probe aus dem Raum Ertingen mit einem Wert von 194 Bequerel sicher, während man vor dem Verzehr einer Probe Pilze aus dem Raum Winterstettendorf mit einem Wert von 764 Bequerel Cäsium-137 warnen musste.

Pilzsammler können Proben von mindestens 250 Gramm bei der Lebensmittelüberwachung zur Untersuchung abgeben.

Messwerte Wildpilze

  

Messwerte Wildpilze   
Monat / Jahr Art  Fundort Messwert Cs 137 Bq / kg (FM)
 8/2011 Maronenröhrling Riedlingen   207
 8/2011  Maronenröhrling Riedlingen  124
10/2011 Maronenröhrling  Biberach  642
 9/2012  Maronenröhrling Biberach  636
10/2012 Maronenröhrling Riedlingen   178
10/2013 Maronenröhrling   Ertingen  194
10/2013 Maronenröhrling   Winterstettendorf               764
10/2014 Maronenröhrling Biberach 362
10/2014 Maronenröhrling Ertingen 202
Keine Untersuchungsergebnisse im Jahr 2015
10/2016 Maronenröhrling Biberach 363
10/2016 Maronenröhrling Mittelbuch 704
10/2017 Maronenröhrling Biberach 265
10/2017 Maronenröhrling Ringschnait 513
10/2017 Maronenröhrling Riedlingen 118
10/2018 Maronenröhrling Ringschnait 414
10/2018 Maronenröhrling Mittelbuch 874