Rede des Landrats anlässlich des Landesfestes des Schwäbischen Albvereins am 29. Mai 2011 in Riedlingen

- Es gilt das gesprochene Wort-

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident,
sehr geehrter Herr Präsident Dr. Rauchfuß,
sehr geehrter Herr Bürgermeister Petermann,
sehr geehrte Präsidentin Lis Nielsen, Herr Reinelt (Deutscher Wanderverband), Herr Ganser (Vorsitzender Donau Bussen Gau),
sehr geehrte Abgeordnete,
Vertreter des Vorstandes, Bürgermeister, Kreisräte, Gemeinderäte,
liebe Mitglieder des Schwäbischen Albvereins,

der Landkreis Biberach feiert im Jahr 2013 sein 40-jähriges Jubiläum und fast so alt wie der Landkreis ist auch das identitätsstiftende Merkmal dieses besonderen Landkreises: Der Kreismarsch. In der ersten Strophe dieses Kreismarsches, dieses Kreisliedes heißt es wörtlich: „Im Biberacher Landkreis da ist es wunderschön, zu wandern von der Iller bis zu den Albtraufs Höhn.“

Sie hätten sich also, sehr geehrter
Herr Präsident Dr. Rauchfuß, keinen besseren Ort als den Landkreis Biberach für Ihr Landesfest 2011, mit Riedlingen als eine Perle unseres Landkreises, aussuchen können. Und in dieser Perle des Landkreises heiße ich Sie als Landrat alle sehr herzlich willkommen.

Ein besonderer Gruß sei mir gestattet: Ich darf Sie, lieber Herr Ministerpräsident, in Ihrer neuen Funktion sehr herzlich willkommen heißen. Als Nachbarlandkreis Ihres Heimatlandkreises ist Ihnen unsere Region vertraut. Sie waren und sind ein gern gesehener Gast bei uns. Und gerade Riedlingen kennen Sie gut. Sie waren in dieser Stadt Schüler eines Internats. Das Froschkuttelessen an Fasnet ist Ihnen vertraut. Wir hoffen alle, dass Sie auch im kommenden Jahr dabei sein können. Termin ist übrigens am Dienstag, 21. Februar 2012.

Ja, der Landkreis Biberach hat in Sachen wandern, lieber Herr Ministerpräsident und Herr Präsident, viel zu bieten. Mit dem Hauptwanderweg 4, dem Hauptwanderweg 5 und dem Hauptwanderweg 7 führen allein drei Weitwanderwege des Schwäbischen Albvereins durch unseren Kreis; vorbei an zahlreichen Sehenswürdigkeiten und Naturschönheiten wie beispielsweise den Federsee, die Donau, die Iller im Osten oder an vielen, vielen Klöstern und Kirchen.
Auch der wohl derzeit bekannteste Weitwanderweg, der Jakobusweg, ist ein fester Bestandteil des Wanderwegenetzes im Landkreis Biberach.

Erst vor zwei Jahren wurde in Bad Schussenried der Oberschwäbische Pilgerweg mit seinen sieben Schleifen offiziell eröffnet und Mitte April dieses Jahres habe ich zusammen mit Bischof Dr. Gebhard Fürst den Martinusweg als weiteren Pilgerweg eröffnet.

Alle Wege sind auf Ihre Art und Weise einzigartig. Ich bin deshalb froh, dass diese Einzigartigkeit gerade durch das Engagement der Mitglieder des Schwäbischen Albvereins auch erhalten und gepflegt werden kann.

Der Schwäbische Albverein steht jedoch nicht nur für das Wandern. Bei Ihnen, liebe Mitglieder, vereinen sich Heimatpflege, Heimatverbundenheit, Naturschutz und regionale Kulturförderung. Wichtige Indikatoren, die den Jugendlichen, die den Menschen in dieser Region Halt bieten und Werte vermitteln.

Diese Werte wurden mir als Jugendlicher im Schwäbischen Albverein als Mitglied vermittelt. Mich zog es jedoch dann etwas höher hinauf, auf die großen Berge der Alpen, und wurde deshalb Mitglied im DAV. Mittlerweile bin ich schon froh, wenn ich auf der Alb schmerzfrei wandern kann. Und vielleicht, lieber Herr Ministerpräsident und Herr Dr. Rauchfuß, lässt sich auf der Alb ja Mal eine gemeinsame Tour planen.

Im Landkreis Biberach, und das sagt das bereits eingangs erwähnte Kreislied, kann man hervorragend Wandern. Von Nord nach Süd, von der Iller bis zu den Albtraufs Höhn oder in Anspielung an den Namen Ihres Präsidenten Dr. Rauchfuß: Im Landkreis Biberach kann man wandern bis die Füße rauchen.

Seien Sie nochmals sehr herzlich in unserem Landkreis willkommen. Als Zeichen meiner Verbundenheit zum Schwäbischen Albverein darf ich Ihnen, sehr geehrter Herr Präsident Dr. Rauchfuß, diesen Wanderstock, eingewickelt in die Landkreisfarben überreichen. Am Griff habe ich auch eine kleine finanzielle Unterstützung angeklebt.


Ihnen sehr geehrter Herr Ministerpräsident, darf ich einen Wanderhut überreichen. Möge er es schaffen, all die Wünsche, Erwartungen und Hoffnungen, unter den vielbesagten einen Hut zu bringen, die die Menschen dieses Landes in Sie setzen.

Abschließend noch eine Bitte an Sie alle. Ich bitte um Verständnis, dass ich nicht bis zum Schluss dieser Versammlung anwesend sein kann. Wir haben heute den 20. Hochzeitstag. Meiner Frau versprach ich, sobald als möglich daheim zu sein. Sie hatte Verständnis dafür, dass ich beim Landestreffen des Schwäbischen Albvereins nicht fehlen wollte und konnte.