Rede des Landrats anlässlich des Neujahrsempfangs am 8. Januar 2011 im Großen Sitzungssaal

- Es gilt das gesprochene Wort -

Sehr geehrte Damen und Herren,

herzlichen Dank dem Bläserensemble der Kreisjugendmusikkapelle unter der Leitung von Musikdirektor Tobias Zinser für den musikalischen Auftakt des heutigen Abends. Der Auftakt verspricht mehr, so dass wir uns alle noch auf die weitere musikalische Begleitung freuen dürfen.

Ich möchte Sie herzlich zum traditionellen Neujahrsempfang des Landkreises Biberach willkommen heißen.

Schön, dass Sie heute da sind und den Weg nach Biberach aus allen Teilen des Landkreises auf sich genommen haben.

Im vergangenen Jahr stand der traditionelle Neujahrsempfang unter dem UN-weiten Motto „Jahr der biologischen Vielfalt“. Dieses Jahr haben die vereinten Nationen das internationale Jahr der Wälder ausgerufen. 2011 werden wir 7 Mrd. Menschen auf der Erde haben, für deren Überleben und Wohlergehen Wälder lebenswichtig sind, so die UN. Wir werden dieses grundsätzlich bedeutsame Thema an anderer Stelle im Jahresreigen ausführlich beleuchten.

Die Europäische Kommission hat, meine Damen und Herren, 2011 auf Empfehlung des Europäischen Parlaments zum Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeiten erklärt.

Die Kommission erwartet von diesem Europäischen Jahr der Freiwilligentätigkeit, dass mehr Menschen sich ehrenamtlich engagieren und dass das Bewusststein dafür gesteigert wird. Weiterhin soll die Verbindung von Freiwilligentätigkeiten auf lokaler Ebene und ihre Bedeutung in einem umfassenderen Euopäischen Kontext hervorgehoben werden.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung richtet gemeinsam mit der Initiative Wissenschaft und Dialog das Wissenschaftsjahr 2011 unter dem Motto aus: „Forschung für unsere Gesundheit“,
d. h. Gesundheitsforschung wird in den Mittelpunkt gestellt, konzentriert auf Schwerpunkte wie: 

  • Volkskrankheiten und demographischer Wandel
  • individualisierte Medizin
  • Prävention und Ernährung

und Gesundheitsminister Philipp Rösler hat 2011 zum Jahr der Pflege erklärt, mit allem was dazu gehört.

Meine Damen und Herren, diese drei Leitthemen ganz unterschiedlicher Herkunft, Freiwilligentätigkeiten, Gesundheitsforschung, Pflege, haben uns gezeigt bzw. bestätigt, wie aktuell und mittendrin wir mit unserer Diskussion um die bestmögliche medizinische Versorgung der Zukunft sind.

Wichtig erschien mir, darüberhinaus heute darauf hinzuweisen, wie intensiv auch im Gesundheitswesen ehrenamtliches, freiwilliges Engagement ist.

Und deshalb gilt fernab jeder protokolarischen Begrüßung zuerst den vielen freiwilligen Krankenhaushelferinnen und –helfern in Biberach, Laupheim, Ochsenhausen und Riedlingen, ein herzliches Willkommen. Ebenso herzlich begrüße ich die Mitglieder des Fördervereins „Die Brücke“ aus Ochsenhausen. In diesen Gruß schließe ich die Pfarrer, Organisten, Mesnerinnen und Mesner ein, die in unseren Kliniken die Wortgottesdienste gestalten.

Man kann in der derzeitigen Diskussion im Landkreis Biberach durchaus den Eindruck gewinnen, dass sich das Thema Gesundheit ausschließlich auf die stationäre Versorgung beschränkt. Dem ist wahrlich nicht so. Denn heute darf ich auch die überwiegend ehrenamtlich engagierten Kräfte beispielsweise im Bereich der Zahngesundheit und der Ernährungsberatung ebenso herzlich willkommen heißen.

Einen besonderen Gruß entbiete ich natürlich den weiteren Ehrengästen heute Abend:

  • Abgeordnete (Jeggle, Rief und Schneider).
  • Landrat a. D. Winfried Steuer
  • Mitglieder des Kreistags,
  • Damen und Herren Bürgermeister,
  • Vertreter der Geistlichkeit mit den Dekan Schänzle und Koepff an der Spitze,
  • Behördenvertreter,
  • Chefärzte und Angestellte der Kreiskliniken,
  • Vertreter der Banken (Herr Wall und Herr Droste)
  • meine Dezernenten und Amtsleiter des Landratsamtes,
  • Vertreter der Presse

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

bevor ich nochmals auf das Jahresmotto eingehen möchte, gestatten Sie mir einen Blick zurück ins Jahr 2010.

Hätte jemand Anfang des Jahres 2010 prognostiziert, dass das Jahr 2010 ein Boomjahr werden wird, so wäre er wahrscheinlich als Phantast oder als Spinner bezeichnet worden. Was wir aber im vergangenen Jahr erleben durften, war teilweise atemberaubend.

Schrumpfte im Jahr 2009 das Bruttoinlandsprodukt noch um nie dagewesene 5 Prozent, so geht der IWF von einer prozentualen Wachstumssteigerung im Jahr 2010 von 3,3 Prozent aus, das Statistische Landesamt Baden-Württemberg prognostiziert nach ersten Berechnungen für das Land Baden-Württemberg 4,75 Prozent. Die Zahlen des Statistischen Bundesamtes werden am kommenden Mittwoch bekannt gegeben.

Die Arbeitslosenzahlen im Landkreis Biberach hatten seit der Weltwirtschaftskrise ihren Höchstwert bei 4,2 Prozent im Februar 2010, gingen aber seither stark zurück. Seit Oktober 2010 fielen wir sogar wieder unter die magischen drei Prozent, haben Vollbeschäftigung und seit Monaten die niedrigste Arbeitslosenquote in Baden-Württemberg.
Dies ist die eine Seite der Medaille.

Andererseits haben wir 2010 auch sehen können, dass Griechenland an den Rand seiner Leistungsfähigkeit kam und die Hilfe anderer Staaten und des IWF benötigte. Staaten wie Irland oder Portugal stehen nicht viel besser dar. Aus der 2008 beginnenden Finanz- und Wirtschaftskrise ist mittlerweile in vielen Staaten eine Fiskalkrise geworden.
Und neue Blasen sind am wachsen und blubbern, manche noch leise andere schon vernehmlich.

Für den Landkreis Biberach war 2010 ein nicht einfaches, aber ereignisreiches Jahr. Es wurden wichtige Entscheidungen auf den Weg gebracht:

Chronologisch sei beispielhaft erinnert an:

  • die Abschaffung der Jagdsteuer, 
  • die Weiterentwicklung des Abfallwirtschafts-systems hin zu einem Holsystem
  • die Teilhabeplanung für Menschen mit Behinderung
  • den Wiedereintritt in den Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV)
  • oder auch den Spatenstich für die Nordwestumfahrung Biberach

Das Jahr 2010 war aber auch ein Jahr des Übergangs auf das Thema schlechthin: Die Fortentwicklung der vier Kreiskliniken. Wir haben dem Kreistag Ende Oktober 2010 ein Konzept zur Fortentwicklung der Kliniken präsentiert.

Die bestmögliche Gesundheitsversorgung – und diese muss unsere Leitschnur sein - für die Menschen hier vor Ort konnten und können wir aber nicht losgelöst von den gegebenen Rahmenbedingungen weiterentwickeln.
Nochmals ein paar „Ecksteine“:

  • Die Finanzierung der Krankenhäuser wird für ländliche Strukturen immer schwieriger. Wir bekommen immer weniger Geld für die gleichen Leistungen.
  • In Deutschland fehlen immer mehr Ärzte. Dies macht sich nicht nur bei der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum, sondern auch in unseren Krankenhäuser bemerkbar. Wir tun uns immer schwerer, qualifizierte Ärzte für die Häuser zu finden. 
  • Ebenso verhält es sich bei den Pflegekräften. Qualifiziertes Fachpersonal zu finden, wird mehr denn je zu einem Kraftakt. 
  • Unsere Gesellschaft wird – Gott sei Dank – immer älter. Damit verbunden sind aber auch Krankheitshäufigkeiten, die es vor 30, 40 Jahren nicht in diesem Maße gegeben hat. Und andere medizinische Schwerpunkte.
  • Die Ambulantisierung nimmt immer mehr zu.

Vor diesem Hintergrund haben wir für den Kreistag ein medizinischen Leistungsportfolio entwickelt und daraus Standortalternativen abgeleitet, die wir öffentlich im Kreistag und in den öffentlichen Regionalversammlungen vorgestellt haben. Wenn dem Kreistag immer wieder der Vorwurf gemacht wird, es werde hinter verschlossenen Türen verhandelt, diskutiert und entschieden, so weise ich diesen Vorwurf entschieden zurück.

Wir alle führen einen sehr offenen und transparenten Prozess in noch nie dagewesener Weise. Wir werden von Seiten des Ministeriums gelobt, andere Landkreise fragen bei mir an, wie wir diesen Prozess so offen gestalten können und mittlerweile liegt mir eine Einladung zu einem baden-württembergischen Krankenhauskongress vor, bei dem ich genau die Vorgehensweise vorbildhaft für das ganze Land vorstellen soll.

Aus den letztgenannten Gründen ziehe ich danach den Schluss, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Wenn jetzt krampfhaft nach Argumenten gesucht wird, aus der verständigen Bürgerin, aus dem verständigen Bürger, eine Wutbürgerin, einen Wutbürger, im Sinne des Wortes 2010 zu machen. kann ich dies nicht nachvollziehen. Doch bin ich mir sicher, dass das nicht gelingen wird.

Meine Damen und Herren, ich will Sie jetzt nicht erneut mit den mittlerweile bekannten Details konfrontieren. Die Kreisräte kennen die Fakten und die Beschlusslage. Ich bin guter Dinge, dass wir in großem Konsens in den nächsten zwei Monaten zur besten Entscheidung für die Menschen im ganzen Landkreis kommen werden!

Aber darüber hinaus will ich Ihnen heute eine weitere wichtige Botschaft senden:

Wir wollen den Prozess der Fortentwicklung der Kreiskliniken nicht losgelöst von anderen Problemstellungen im Gesundheitswesen sehen. Die stationäre Versorgung in unseren Kliniken ist ein ganz wesentlicher Baustein.

Es gibt aber weitere wichtige Bausteine wie beispielsweise die allgemeinärztliche Versorgung oder die Versorgung des Landkreises mit Fachärzten. Die Stimmen von Bürgermeistern und besorgten Bürgerinnen und Bürgern, wonach für den Arzt vor Ort kein Nachfolger gefunden wird und wonach dadurch die ärztliche Versorgung gefährdet sei, werden immer lauter. Hier steht der ländliche Raum definitiv derzeit im Abseits.

Dies kann man bedauern und zur Kenntnis nehmen. Dies kann man aber auch als eine gesamt-gesellschaftliche Herausforderung sehen. Und im letzten Sinne sehen wir es. Und deshalb wollen wir fußend auf einer breiteren Basis von Entscheidungsträgern und zusammen mit allen relevanten Kräften, angefangen von den niedergelassenen Ärzten über die Krankenkassen, Pflegekassen, Stadt- und Gemeindeverwaltungen bis hin zu den kassenärztlichen Vereinigungen, in einer kreisweiten Gesundheitskonferenz Ziele und Maßnahmen für die Versorgung der Menschen dikutieren. Diese Gesundheitskonferenz wird noch vor der Sommerpause stattfinden. Erste Vorbereitungen laufen bereits.

Der heutige Abend, meine Damen und Herren, soll sich aber nicht nur um die Fortentwicklung der Kreiskliniken und die Gesundheitskonferenz drehen, sondern um das Thema Gesundheit im Allgemeinen. Und seine Gesundheit zu fördern, beginnt bekanntlich schon damit, auch im Alltag möglichst gesund zu leben.

Damit meine ich nicht, dass man auf alles, was Spaß macht, verzichten soll. Maß zu halten, darauf kommt es an. Es soll aber auch nicht so weit kommen, wie es Heinz Rühmann einst gemutmaßt hat:

„Schon manche Gesundheit ist dadurch ruiniert worden, dass man zu oft und zu viel auf die der anderen getrunken hat.“

Meine Damen und Herren,
mit der Gesundheit der Menschen verhält es sich in etwa so wie beim Handwerker mit seinen Werkzeugen. Ohne die tägliche Pflege und Reinigung der Werkzeuge können sie rosten oder stumpf werden.

Um gesund zu leben, kommt es auch darauf an, das Leben in Balance zu halten; eine gute Mischung zwi-schen Beruf und privatem Glück zu finden.

Oder: (Ich zitiere)

Es gibt eine Zeit des Schaffens,
und es gibt eine Zeit zum Träumen.

Es gibt eine Zeit zu Leben
Und es gibt eine Zeit zu lieben.

Tue beides aus vollem Herzen.

Wenn der Tag hektisch und laut war,
dann genieße die Stille des Abends.
Lehne dich zurück und erfreue dich am Funkeln der Sterne.

Wer das richtige Maß zwischen Alltag und Ruhe, zwi-schen Arbeit und Freizeit findet, hält sein Leben in Balance. (Zitat Ende)

Hört sich gut an, ist einleuchtend und für alle theoretisch nachvollziehbar, doch sieht für viele – auch für mich – die Praxis anders aus: Termindruck, Hektik, Stress, das Gefühl, noch produktiver sein zu müssen, auch in der wenig verbleibenden sog. „freien Zeit“.

Meine Damen und Herren, deshalb freue ich mich saumäßig, dass es uns gelungen ist, heute Abend Ralph Goldschmidt hören zu dürfen und ich bin mir sicher, wir werden aus seinem Vortrag „Gegen die Beschleunigung – der richtige Mix aus Karriere, Liebe, Lebensart“ wertvolle Anregungen erhalten. Lieber Herr Goldschmidt, seien Sie recht herzlich im Landkreis Biberach, im großen Sitzungssaal unseres Landratsamtes willkommen.

Sehr geehrter Herr Goldschmidt,

Sie sind mir schon jetzt sehr sympathisch. Schließlich beschreiben Sie in Ihrem Portfolio Ihre potenziellen Kunden folgendermaßen:   
„Sie sind erfolgreich und wollen es bleiben.“
Ja, das sind wir. Wir sind ein erfolgreicher Landkreis mit Unternehmen, die sich zum Standort bekennen, die Arbeitsplätze erhalten und ausbauen. Wir haben engagierte Kirchen, wir haben eine hohe Quote an ehrenamtlich Engagierten und wir wissen, wie man Feste feiert, wenn ich an das Schützenfest in Biberach, das Kinder- und Heimatfest in Laupheim, das Magnusfest in Bad Schussenried, das Adelindisfest in Bad Buchau , die vielen schönen Dorf- und Stadtfeste von Rot an der Rot über Maselheim bis Riedlingen, die Fasnet oder auch das Kreismusikfest denke.
Weiter schreiben Sie:
„Höchstleistung ist für Sie kein Selbstzweck, Lebensglück kein leeres Wort. Sie wollen beides. Dauerhaft und nachhaltig. Und Sie wollen es nicht nur für sich, sondern auch für Ihre Führungskräfte, Mitarbeiter und Kunden.“ (Zitat Ende)
Auch dies kann ich nur bejahen.
Lieber Herr Goldschmidt,
Sie sind Experte für schwierige Balanceakte: berufliche Leistungsoptimierung und private Lebensqualität, Höchstleistungen und Wohlbefinden, Arbeitskraft und Lebenslust und möchten Menschen dabei helfen, aus Ihrem Leben sowohl beruflich als auch privat ein Meisterstück zu machen.

Ihre Vita möchte ich mit ein paar Stichpunkten kurz beschreiben

  • geboren 1963. 
  • Geschäftsführer der „Goldschmidt & Friends GmbH – Persönlichkeits- und Organisations-entwicklung“. 
  • Volkswirtschaft, International Management und Sportwissenschaften in Köln und Mailand studiert. 
  • Auf Wirtschafts-, Sozial- und Leistungspsychologie konzentriert. 
  • Als Executive-Coach und Trainer zahlreiche (Top-) Führungskräfte in ihrer beruflichen und persönlichen Entwicklung vorangebracht. 
  • Viele tausend Teilnehmer in Vorträgen berührt, bewegt und begeistert. 
  • Gefragter Interviewgast in Print, Radio und TV. 

Doch auch in Ihrer offiziellen Vita verschweigen Sie nicht die Schattenseiten Ihres Lebens. Mit Stress, psychosomatischen Beschwerden, Depression, Schuldgefühlen, Scheidung, Sinnkrise hatten auch Sie zu kämpfen... Und vielleicht ist das der Grund, warum Ihre Vorträge so authentisch sind: Sie wissen, wovon Sie sprechen. Sie haben anscheinend aus Ihrem Leben gelernt, leben erfolgreich, glücklich und in Balance mit Ihrer Partnerin und vier Kindern gemeinsam in Köln.
Dies verbindet uns, nicht Köln, aber uns trennen nur wenige Lebensjahre, auch ich bin glücklich mit meiner Frau und unseren vier Kindern, aber bin ich in Balance?

Eine Karte von Ihnen hat mich vor allem zum Grübeln gebracht, diese hier: Wer 15 Stunden am Tag arbeitet, befindet sich in einem Zustand tätiger Besinnungslosigkeit.

Nun ist die 70 Stunden Woche für mich normal und auch 80 Stunden sind nichts Ungewöhnliches, aber an Stelle von Zufriedenheit beschleicht mich immer wieder das Gefühl, noch mehr leisten zu müssen, noch mehr Termine absolvieren zu sollen, aber auch noch ein besserer Familienvater und Ehemann sein zu wollen. Manchmal zerreißt es mich fast.

Bevor wir Ihnen jetzt gleich aber, lieber Herr Goldschmidt, die ungeteilte Aufmerksamkeit zukommen lassen wollen, möchte ich mich sehr herzlich bei der Kreissparkasse Biberach und Ihnen, Herr Wall, für Ihre Unterstützung des Neujahrsempfangs bedanken. In diesen Dank schließe ich auch alle ehrenamtlichen Kräfte ein, die sich tagtäglich und oft im Stillen uns diesen Landkreis verdient machen.

Dank gilt gleichermaßen allen Kreis-, Stadt- und Gemeinderäten, die das Fundament unseres demokratischen Staatsaufbaus bilden. Vor Ort, im Gespräch und in der Diskussion mit den Bürgerinnen und Bürgern, wird um die besten Lösungen gerungen. Die eingangs erwähnte Finanz- und Wirtschaftskrise hat mir einmal mehr gezeigt, dass gerade die örtliche Gemeinschaft trotz der bestehenden Schwierigkeiten viel Gutes leisten kann. Dass uns dabei Bundes- und Landespolitik oftmals nicht mit den finanziellen notwendigen Mitteln ausstatten, kann man zwar sehr bedauern, bringt uns aber nicht entscheidend weiter. Deshalb gilt es immer wieder nach kreativen Lösungen vor Ort zu suchen.

Aufrichtenden Dank sage ich auch unseren örtlichen Abgeordneten auf Europa-, Bundes- und Landesebene. Liebe Frau Jeggle, liebe Herren Rief und Schneider, Sie sind da, wenn wir Sie brauchen. Ich weiß, dass Sie uns helfen, wo Sie nur können. Getragen von dieser Gewissheit ist es leichter, sachgerechte Entscheidungen in den kommunalen Gremien zu treffen.

Abschließend danke ich den Unternehmen, Bürgerinnen und Bürgern für ihr Engagement sowie die finanziellen Mittel, die dazu beitragen, die Infrastruktur im Landkreis aufrechtzuerhalten und weiterzuentwickeln.

Ich wünsche Ihnen allen, meine sehr geehrten Damen und Herren, von ganzem Herzen ein gutes, ein erfolgreiches, ein glückliches, aber vor allem gesundes Jahr 2011. Lassen Sie uns es gemeinsam mit Zuversicht und Frohmut angehen oder wie es Johann Wolfgang von Goethe auf den Punkt gebracht hat und damit schließe ich:

„Im neuen Jahr Glück und Heil
Auf Weh und Wunden gute Salben
Auf groben Klotz ein grober Keil
Auf einen Schelmen anderthalbe“.