Süßkartoffel - süßer Sattmacher und gesunder Genuss

Längst haben Süßkartoffeln, auch „Batate“ genannt,  die Herzen der Europäer erobert. Die aus Südamerika stammende Süßkartoffel wird seit über 2.000 Jahren angebaut. Ihr Anbau ist leider nicht so einfach. Die Süßkartoffel benötigt relativ warme Tage und Nächte und es sollte eine frostfreie Vegetationsperiode von mindestens fünf Monaten vorhanden sein.

Die Süßkartoffel zählt botanisch zur Familie der Windengewächse und ist mit der heimischen Kartoffeln (Nachtschattengewächs) nicht verwandt.

Dennoch haben beide eine wichtige Gemeinsamkeit: Ihre enorme Vielseitigkeit in der Küche. Sie lassen sich ähnlich zubereiten. Man kann sie mit oder ohne Schale kochen, backen, braten, dünsten, schmoren oder frittieren. Sie benötigen aber nur ein Drittel der Garzeit von Kartoffeln. Sogar für Desserts und Kuchen lassen sich Süßkartoffeln verwenden. Anders als Kartoffeln sind sie außerdem roh genießbar, zum Beispiel fein gerieben im Salat oder als Gemüsesticks zum Dippen.

Durch ihren aromatisch-süßlichen Geschmack, der irgendwo zwischen Karotte und Kürbis rangiert, lassen sich auch Kinder und Jugendliche, die Gemüse ablehnen, von der süßen Knolle überzeugen.

Der Großteil bei uns stammt aus den USA, Ägypten, Israel und zunehmend aus Spanien. Aber auch der heimische Anbau steht in den Startlöchern, sogar im Landkreis Biberach. Mehr darüber erfahren sie im neuen Programm der BiberacherErnährungsAkademie (B-EA) ab November.

In der Süßkartoffel steckt ein buntes Spektrum an Mineralstoffen und Vitaminen – etwas mehr Calcium, Magnesium, Vitamin E, Folsäure und Vitamin C als in der Kartoffel. Für die orange-gelbe Farbe ist der beachtliche Gehalt von ca. 8mg/100g Beta-Carotin verantwortlich.
Aufgrund des höheren Kohlenhydratanteils liefern sie auch mehr Energie: 114 kcal pro 100g verglichen mit 77 kcal pro 100g Kartoffeln.
Süßkartoffeln sind keine Süßigkeit, sondern ein süß schmeckendes Gemüse mit hohem Kohlenhydratanteil, das für willkommene Abwechslung auf dem Speiseplan sorgen kann.

Hier zwei Rezeptideen zur Süßkartoffel:

Süßkartoffel-Pommes mit Aioli

Zutaten: (4 Portionen)
1kg  Süßkartoffeln
1 TL Salz
1 TL Paprikapulver (edelsüß)
Pfeffer
Rosmarin
2 EL Rapsöl


Aioli
1-2 Knoblauchzehen
200g Magerquark
100g Schmand
½ TL Salz
Pfeffer
Frische Kräuter (z.B. Petersilie, Schnittlauch)

Zubereitung:
Süßkartoffeln schälen, längs in 1cm dicke Scheiben schneiden und diese dann nochmal längs in 1cm dicke Pommes schneiden. Süßkartoffeln in einer großen Schüssel gründlich mit Öl und Gewürzen vermischen. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und die Pommes in einer Schicht darauf verteilen. Bei 200°C (Umluft) ca. 15 Min. hellbraun backen.

Während der Zubereitungszeit, wird die Aioli zubereitet:
Den Knoblauch grob hacken. Magerquark, Schmand, Knoblauch und alle Gewürze und Kräuter mit einem Pürierstab pürieren. Dann als Tipp zu den Süßkartoffel Pommes servieren.

 

Süßkartoffelsuppe:

Zutaten: (4 Portionen)
700g Süßkartoffeln
50g Schalotten
1 Stück Ingwer (2cm)
2 EL Olivenöl
800ml Gemüsefond
100ml Kokosmilch
150g Crème fraiche
Salz, Pfeffer

Topping:
1 ½ EL Sesamsamen
100g Lauch
1 EL Olivenöl

Zubereitung:
Süßkartoffeln, Schalotten und Ingwer schälen und in Würfel schneiden. Öl in einem Topf erhitzen und alles darin andünsten. Gemüsefond zugießen, alles etwas 10 Min. bei mittlerer Hitze gar kochen. Suppe pürieren. Kokosmilch unterrühren und aufkochen. Crème fraiche in die Suppe rühren, mit Salz und Pfeffer abschmecken. Sesamsamen in einer beschichteten Pfanne ohne Fett goldbraun rösten und auf einem Teller erkalten lassen. Lauch waschen und in feine Ringe schneiden. Öl in der Pfanne erhitzen und darin etwas 6 Min. andünsten. Suppe mit dem Topping anrichten.

Guten Appetit!