Fasten - Wohltat für den Körper

Fasten kann man - abseits religiöser Vorschriften - auf ganz unterschiedliche Art und Weise. Mal ist überhaupt keine feste Nahrung erlaubt, mal nur Saft oder nur Obst und Gemüse. Beliebt sind vor allem das Heilfasten und das Basenfasten. Die Ziele sind allerdings ähnlich wie beim religiösen Fasten: Es geht im weitesten Sinne um die seelische und körperliche Reinigung sowie darum, Ballast loszuwerden und sich auf das Wesentliche zu besinnen.

Heilfasten bedeutet, einige wenige Tage bis zu 30 Tagen (oder noch länger) auf feste Nahrung zu verzichten. Beim echten Heilfasten nimmt man nur Wasser zu sich. Bei anderen Heilfastenvarianten (z. B. nach Buchinger) sind auch Säfte, Gemüsebrühe und Kräutertees erlaubt. Bewegung ist beim Fasten unverzichtbar. Beim Fasten wird neben Kohlenhydraten und Fetten auch Eiweiß abgebaut. Um den Eiweißabbau in den Muskeln zu verhindern, ist Bewegung erforderlich. Man sollte vor dem Heilfasten einen Arzt aufsuchen. Es gibt auch spezielle Fastenärzte, die Patienten beim Heilfasten beraten, betreuen und unterstützend zur Seite stehen.

Beim Basenfasten – das meist eine oder längstens zwei Wochen praktiziert wird – nimmt man nur rein basische Mahlzeiten zu sich, die also fast ausschließlich aus basischen Lebensmitteln bestehen. Säuren werden komplett vom Speiseplan gestrichen. Bei dieser Art zu Fasten darf man sich weiterhin mit drei bis fünf kleinen Mahlzeiten am Tag satt essen. Natürlich sorgt man auch hier für ausreichend Bewegung. Wanderungen in der Natur sind besonders empfehlenswert.

Zu den basischen Lebensmitteln zählen fast alle pflanzlichen Lebensmittel wie Gemüse, Obst, Kräuter, Pilze, Keimlinge, Samen, Kerne und Mandeln, Walnüsse und Pistazien.

Es gibt aber auch andere Möglichkeiten zu fasten. In der Zeit zwischen Aschermittwoch und Karsamstag hat jeder zweite Deutsche aktuellen Umfragen zufolge bereits ein oder mehrmals in seinem Leben gezielt für mehrere Wochen ein bestimmtes Genussmittel gemieden. Ganz oben auf der Liste eines möglichen Verzichts zur Fastenzeit stehen Süßigkeiten (62 Prozent), gefolgt von Alkohol mit 61 Prozent.

Die Fastenbrezel hat in diesem Zeitraum, besonders in der Biberacher Umgebung, eine wichtige Bedeutung. Statt mit Lauge, werden diese Brezeln nur mit Wasser gebacken.

 

Fastenbrezel

Zutaten:

1 kg Weizenmehl

1 Päckchen Backhefe

1 TL Zucker

lauwarmes Wasser

2 TL Salz

70 g Öl

250 ml Milch

250 ml Wasser

 

Zubereitung:

Für ca. 20 Portionen: Alle Zutaten sollen Raumtemperatur haben! Mehl in eine Schüssel geben, Backhefe und Zucker mit etwas lauwarmem Wasser verrühren und zum Mehl geben.

Salz darüber streuen und mit Öl und Milch–Wasser-Gemisch verrühren. Der Teig soll geschmeidig sein und nicht kleben. Anschließend den Teig gehen lassen, bis sich das Volumen verdoppelt hat, dann Brezen formen.

Das Backrohr auf ca. 220°C vorheizen. Nach dem Formen das Gebäck nochmals gehen lassen, mit Wasser besprühen und ins aufgeheizte Backrohr geben.

Ca. 20 Minuten backen, herausnehmen und auf einem Rost auskühlen lassen.

Gutes Gelingen!