Rhabarber - saurer Frühlingsklassiker

Da Rhabarber dank Apfel-, Zitronen- und Oxalsäure fruchtig sauer schmeckt und wie ein Obst verwendet wird, liegt es nahe ihn auch für ein Obst zu halten. Aber botanisch gesehen ist Rhabarber eine Gemüsesorte!                                                                                              

Die Rhabarber-Saison ist natürlich wie bei allen saisonalen Produkten auch vom Wetter abhängig, beginnt aber in der Regel im April. Die Vitaminbomben gehören zu den ersten Gemüsesorten, die nach dem Winter geerntet werden können. Ab Ende Juni bekommt die Pflanze eine Ruhepause, damit die Ernte im nächsten Jahr wieder erfolgreich wird.                         

Rhabarber besteht aus sehr viel Wasser und ist deshalb besonders kalorienarm. Er enthält viel Vitamin C, Calcium, Eisen, Kalium, Magnesium und den verdauungsfördernden Ballaststoff Pektin. 100 g roher Rhabarber enthält im Schnitt 450 bis 500 mg Oxalsäure. Im Laufe der Rhabarber Saison nimmt der Oxalsäuregehalt im Rhabarber zu, ist aber bei der Aufnahme üblicher Mengen und bei richtiger Zubereitung ungefährlich. In größeren Mengen kann Rhabarber giftig sein, allerdings können etwa 700 mg Oxalsäure von einem gesunden Erwachsenen täglich bedenkenlos aufgenommen werden.


Frischer Rhabarber ist kühl gelagert etwa 3 Tage haltbar. Dabei sollte er möglichst in ein feuchtes Tuch eingewickelt werden. Ebenfalls sollte Rhabarber nicht mit Metall, wie zum Beispiel Alufolie länger in Kontakt kommen, da die enthaltene Oxalsäure damit reagiert. Geputzt und in Stücke geschnitten ist Rhabarber auch ideal zum Einfrieren.


Tipp: Rhabarber immer gut durchkochen und mit Milchprodukten kombinieren: Ideal ist die Zubereitung von Rhabarber zusammen mit Milch oder Milchprodukten, da das darin enthaltene Kalzium die Oxalsäure bindet. Außerdem sollten Sie nachdem Sie Rhabarber gegessen haben, mit dem Zähneputzen etwa eine halbe Stunde warten. Ansonsten kann der Zahnschmelz angegriffen werden.  

                                         

Rezeptvorschlag:
Rhabarberkuchen mit Vanillecreme und Streusel


100 g        Butter
80 g          Zucker
1               Päckchen Vanillezucker
2               Eier
75 g          Schmand
180 g        Mehl
1 TL          Backpulver

1               Päckchen Vanillepudding
40 g          Zucker
375 ml       Milch
125 g         Schmand
6 Stangen  frischer Rhabarber

200 g         Mehl
100 g         Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
150 g         Butter
Zimt
Puderzucker zum Bestreuen

Den Rhabarber schälen, in kleine Stücke schneiden und zuckern. Etwa eine halbe Stunde ziehen lassen. Danach in einem Sieb gut abtropfen lassen.

In der Zwischenzeit aus den Zutaten für den Teig einen Rührteig herstellen und in eine gefettete Springform (28 cm Durchmesser) füllen. Bei 180° im vorgeheizten Backofen ca. 15 Minuten vor backen.
                                                                                                    
Für die Streusel:
Mehl, Zucker, Vanillezucker und Zimt mit der Butter zu einer krümeligen Masse verkneten.

Für die Creme:
Den Pudding mit dem Zucker und der Milch kochen und unter ständigem Rühren etwas abkühlen lassen. Den Schmand unterrühren und auf dem Kuchenboden verteilen. Darüber die Rhabarberstücke verteilen und die Streusel darüber streuen.

Den Kuchen bei 180° ca. 30 – 35 Minuten fertig backen. In der Form auskühlen lassen und mit Puderzucker bestreuen.
Tipp: Wenn man den Kuchen nach dem Backen kühl lagert wird die Puddingcreme fest, dann schmeckt er noch besser und man kann ihn leichter schneiden!

Guten Appetit!