Faschingszeit ist Krapfen-Zeit!

Einfach selbst gemacht!
Eine Fastnachtsspeise mit langer Tradition ist der „Krapfen“. Je nach Region in Deutschland werden die Krapfen unterschiedlich genannt. Manchmal heißen sie Berliner, Pfannkuchen oder Kreppel.


Aber warum gibt es zum Fasching Fettgebackenes? Das hat religiöse Gründe: Bei den Christen beginnt am Aschermittwoch die Fastenzeit. Da tierische Produkte wie Eier, Butter und Schmalz früher bis zum Osterfest nicht erlaubt waren, mussten die verderblichen Lebensmittel zum Fasching verbraucht werden. Dafür war das runde Fettgebäck mit Zuckerhaube und süßer Füllung wunderbar geeignet.


Mit wenig Aufwand können Berliner auch in der eigenen Küche zubereitet werden. Für den Teig Hefe, Milch, Zucker und eine Prise Salz verrühren und mit Mehl verkneten. Eier und weiche Butter hinzufügen und den Teig zugedeckt an einem warmen Ort gehen lassen.
Nach dem Ausrollen werden Kreise ausgestochen und auf einem Backpapier verteilt oder den Teig in ca. 40 Stücke aufteilen zu einer Kugel formen und flachdrücken. Besonders geschmeidig werden die Berliner, wenn sie vor dem Backen nochmals gehen dürfen – zugedeckt 20 Minuten möglichst warm.


Zum Frittieren nutzt man am besten ein geschmacksneutrales Öl auf pflanzlicher Basis. Raffiniertes Raps- und Sonnenblumenöl haben einen hohen Anteil an einfach ungesättigten Fettsäuren und sind daher eine gute Wahl. Oder man kann auch Frittierfett verwenden. In einem breiten Topf wird es auf maximal 180 Grad Celsius erhitzt. Das Fett ist heiß genug, wenn sich an einem Holzlöffel kleine Bläschen bilden und nach oben steigen. Am sichersten kontrolliert man mit einem Thermometer.


Geben Sie nicht zu viele Krapfen ins Fett, denn sie brauchen noch Platz zum „Schwimmen“. Nun werden die Berliner von jeder Seite für wenige Minuten „vergoldet“. Den Topf die ersten 3 Minuten verschließen, danach die Berliner vorsichtig wenden. Nach 3 Minuten erneut wenden,  bevor man sie mit einem Schaumlöffel herausnimmt und auf einem Küchentuch abtropfen lässt.
Solange die Berliner handwarm sind, in Zimtzucker wenden und mit aufgeschlagener Himbeer- oder Erdbeermarmelade füllen. Dazu ist ein Spritzbeutel ideal.
Sobald die Berliner ausgekühlt sind, mit Puderzucker bestreuen und fertig ist das Highlight für die Faschingsparty.

Tipp: Als Vorrat können Berliner auch gut eingefroren werden. In dem Fall am besten Zimt und Zucker weglassen!

 

Rezept für Berliner

750 g    Mehl (550)
300 g    Milch
60 g      Hefe
75 g      Butter
75 g      Zucker
5-7 g     Salz
2           Eier  
3           Eigelb


Guten Appetit!