Edelborsdorfer

SortennameEdelborsdorfer
Synonyme"Edler Winterborsdorfer", "Leipziger Renette", "Marschanzker", "Queens Apple"
HerkunftUngewiss, wahrscheinlich aus Borsdorf (östlich von Leipzig). Andere Hinweise berichten, dass Mönche die Edelreiser aus Frankreich ins Kloster Pforta in Borsendorf bei Jena brachten. Beschrieben 1561 von dem Dichter Valerius Cordus unter dem Namen "Porstofer". 1785in England angepflanzt. 1853 vom Deutschen Pomologenverein empfohlen.
Allg. Beurteilung

Früher weit verbreitet, heute wegen der spät einsetzenden Fruchtbarkeit kaum noch im Streuobstanbau anzutreffen.

VerwendungTafelapfel, aber auch zum Backen und für Most brauchbar.
FruchtPflückreife: ab Ende September. Windfest bis kurz vor der Baumreife. Haltbarkeit: bis zu fünf Monaten. Form: klein oder mittelgroß, sehr unterschiedlich von flach- bis hochrund. Kelcheinsenkung: flach, strahlig. Kelch: klein. Stiel: unterschiedlich lang. Stielgrube: tief, strahlig berostet. Schale: wachsig. Farbe: goldgelb, sonnenseits verwaschen gelblichrot, auch oft mit Streifen. Rostanflüge und gelbgraue Warzen sind häufig. Fruchtfleisch: fest, feinzellig, weniger saftig, zimtartige Würze, gutes Aroma.
BaumOhne Stammbildner. Meist etwas schief. Hohe und breite Krone mit dünnen, herabhängenden Zweigen. Der Baum kann groß und alt werden. Im Holz frostfest. Bei Vollertrag nur noch mäßiger Wuchs. Blüte: sehr spät, unempfindlich. Ertrag: sehr spät, etwa nach 15 Jahren einsetzend, dann jährlich wechselnd zwischen hohen und sehr geringen Erträgen (ausgeprägte Alternanz), insgesamt mittelhoch.
Besondere Merkmale
Verwechslersorten

Edelgraeuch

SortennameEdelgraeuch
Synonyme
Herkunft
Allg. Beurteilung

 

Verwendung
Frucht
Baum
Besondere Merkmale
Verwechslersorten

Eisbrucker

SortennameEisbrucker
Synonyme
Herkunft
Allg. Beurteilung

 

Verwendung
Frucht
Baum
Besondere Merkmale
Verwechslersorten

Elstar

SortennameElstar
Synonyme
Herkunft1955, aus "Golden Delicious" x "Ingrid Marie". Seit 1975 im Handel. Sortenschutz. Der Name leitet sich ab von der Versuchsstation Elst des Institutes Wageningen (Holland).
Allg. Beurteilung

 Typische Sorte für den Erwerbsanbau.

VerwendungVorwiegend für den Frischverzehr, auch als Wirtschaftsapfel brauchbar.
FruchtReife: Ja nach Lage Mitte bis Ende September. Windfest bis zur Baumreife, dann schnell fallend. Mehrfaches Durchpflücken ist erforderlich. Haltbarkeit: etwa drei  Monate. Bei Überlagerung wird der Apfel welk und mürbe. Auf Lagerfäule achten. Form: mittelgroß, etwa 120 g schwer, gleichmäßig flachrund. Kelcheinsenkung: schüsselförmig, strahlig, enge Kelchzipfel. Stiel: mittellang. Stielgrube: eng, strahlig berostet. Schale: glatt, selten leicht berostet, leicht fettend. Farbe: schön goldgelb, sonnenseits leuchtend rot marmoriert mit hellen Schalenpunkten. Fruchtfleisch: gelblichweiß, mittelfest, sehr saftig, kräftiges Aroma.
BaumWuchs: dicht beblättert, mäßig verzweigt, breitrund, nach außen dünne Triebe. Wuchs ähnlich "Golden Delicious". Sehr später Laubfall, oft erst nach den Frösten. Ein Sommerschnitt zielt auf eine besser belichtete Krone und Früchte, beeinflusst aber nicht die Alternanz. Blüte: spät, wenig empfindlich. Guter Pollenspender. Bei starkem Fruchtansatz ist eine Ausdünnung unbedingt ratsam. Ertrag: mittelhoch bis hoch, bei jungen Bäumen regelmäßig, später alternierend. Anfälligkeit: stark für Feuerbrand und Triebsucht, mittel bis stark für Schorf und Mehltau, in schweren Böden für Krebs, Strippe in größeren Früchten und Lager.
Besondere Merkmale
Verwechslersorten

Engelsberger

SortennameEngelsberger
Synonyme
HerkunftZufallssämling aus dem Raum Öhringen/Baden-Württemberg. Die von E. Lucas 1854 beschriebenen "Engelsberger" und "Engelberger" sind nicht mit dieser Sorte exakt identisch.
Allg. Beurteilung

Die spät blühende Sorte ist ein sehr interessanter Mostapfel für spätfrostgefährdete Lagen. Sie zeigt durch ihr günstiges Zucker-Säure -Verhältnis sehr gute Verwertungseigenschaften.

VerwendungSaft- und Mostapfel (Säureträger).
FruchtReift Ende September bis Mitte Oktober und muss zügig verarbeitet werden. Form: sehr klein bis klein, insgesamt sehr unregelmäßig, kugelförmig abgeflacht, manchmal etwas breitgedrückt. Oberfläche: eben, selten mit kaum spürbaren schwachen breiten Kanten. Grundfarbe: zuerst gelbgrün, bei Vollreife goldgelb, sonnenseits leichter oranger bis rötlicher Anflug. Schale: leicht wachsig, glatt, rostfarbene Lentizellen, die rissig werden können und oft rot umhöft sind. Stielgrube: mitteltief, eng bis mittelweit, häufig mittelfein, flächig berostet. Stiel: lang, dünn, zum Stielansatz hin stärker werden. Kelchgrube: sehr flach und weit, ganz feine Falten. Kelch: klein, meist geschlossen. Blätter: kurz, schmal, aufrecht. Kernhaus: klein, mittig, Achse geschlossen, Wände meist ohrenförmig und glatt, Kerne: viele, hellbraun, mittelgroß, kurz zugespitzt. Fruchtfleisch: fest, später locker, cremefarben bis weißlich, sehr saftig.
BaumBildet mittelstark bis stark wachsende Krone. Hochkugelig mit langen, dünnen Ästen, die endständig fruchten und dann kippen. Blüte: spät. Ertrag: mittelfrüh einsetzend, hoch, Neigung zur Alternanz. In warm-trockenem Klima ist der Baum sehr widerstandsfähig, auf nassen Böden etwas Krebs anfällig.
Besondere MerkmaleSehr späte Blüte. Kleine gelbe, meist abgeflachte Frucht mit dünner wachsiger Schale und langem Stiel.
Verwechslersorten"Bittenfelder Sämling"

Englischer Prinzenapfel

SortennameEnglischer Prinzenapfel
Synonyme"Englischer Prinz"
HerkunftUnbekannt, sporadisch bis mäßig in Norddeutschland/Niederelbe verbreitet.
Allg. Beurteilung

 

Verwendungvor allem Tafelobst
FruchtPflückreife: Mitte bis Ende Oktober. Genussreife: November. Haltbarkeit: Ende Februar. Form: sehr groß, hochgebaut, im Querschnitt eiförmig, sehr unregelmäßig. Kelchgrube: mittel, mit Höckern. Kelch: groß, offen, Kelchblätter grün. Stielgrube: eng, strahlig berostet. Stiel: kurz, knopfig. Schale: glatt, kaum berostet. Grundfarbe: gelbgrün. Deckfarbe: braunrot, streifig oder flächig, deutliche feine helle Schalenpunkte. Fruchtfleisch: gelblichgrün, mürbe, fest, fein würzig.
BaumWuchs: stark. Blüte: mittelfrüh. Schlechter Pollenspender (wahrscheinlich triploid). Gegen Krankheiten und Schädlinge robust.
Besondere MerkmaleKernhausachse geöffnet. Kerne klein, oft taub.
Verwechslersorten

Erbachwein

SortennameErbachwein
Synonyme"Erbachhofer Weinapfel", "Erbachhofer Mostapfel", "Erbachhofer", "Verbesserter Trierer"
HerkunftStammt vermutlich aus dem Sauerland und wurde von der Baumschule Chr. Fey in Meckenheim 1925 in den Handel gebracht. Regionalsorte des Mosel-Saar-Gebietes.
Allg. Beurteilung

Robuster und sehr ertragsreicher Mostapfel. Von Nachteil ist die kleine Frucht.

VerwendungSaft- und Mostapfel
FruchtPflückreife: Ende September. Genussreife: bis März. Form: klein, insgesamt regelmäßig, manchmal ungleichhälftig, teils kegelförmig, auch spitz-kegelförmig, sehr wenig bis wenig abgestumpft, teils breit-eiförmig. Schale: flächig dunkelrot (teils leicht gestreift), glatt, wachsig, druckfest. Stielgrube: mitteltief bis tief, eng bis mittelweit, selten berostet. Stiel: mittellang, mitteldick. Kelchgrube: flach, mittelweit, feine Falten, teils schwache Rippen. Kelch: sehr klein, geschlossen. Blätter: mittellang, aufrecht, uneinheitlich ausgerichtet. Kelchhöhle: trichterförmig. Kernhaus: mittelgroß, mittig, Achse geöffnet, Wände: schmal, bogenförmig, glatt, Kerne: klein, mittelbreit, länglich, kurz zugespitzt, kastanienbraun. Fruchtfleisch: feinzellig, saftig, süßsäuerlich, leicht herb, ohne besondere Würze und Aroma.  
BaumWuchs: mittelstark. Kronenform: hochkugelig. Blüte: mittelfrüh, frostempfindlich, guter Befruchter. Ertrag: mittelfrüh, sehr fruchtbar, ohne Regulierung alternierend. Anfälligkeit: Mittlere Anfälligkeit für Schorf und Mehltau. Beansprucht gute Böden in warmen Lagen.
Besondere MerkmaleFrucht meist spitz-kegelförmig, Oft sehr schmale und lange Kelchröhre.
Verwechslersorten"Öhringer Blutstreifling", "Roter Trierer Weinapfel"

Ernst Bosch

SortennameErnst Bosch
Synonyme
HerkunftUm 1900 aus "Manks Apfel" x "Ananasrenette" von Dietrich Uhlhorn jr. in Grevenbroich gezüchtet.  
Allg. Beurteilung

Früher sehr geschätzter Herbstapfel, aufgrund seiner regelmäßigen und hohen Erträge und seines angenehmen Geschmacks auch heute noch für alle kleinere Erziehungsformen im Kleingarten empfehlenswert. Die Sorte ist sehr widerstandsfähig, allerdings benötigt sie eine gute Nährstoffversorgung und ausreichend Feuchtigkeit. Die reiche Fruchtbarkeit erfordert regelmäßige Schnitte und Behangsregulierung durch Ausdünnen.

VerwendungTafel- und Wirtschaftsapfel
FruchtReife: Ende September bis Mitte Oktober. Haltbarkeit: bis November. Mehrmaliges durchpflücken ist anzuraten. Form: klein bis mittelgroß, insgesamt etwas unregelmäßig, selten ungleichhälftig, teils kugelförmig, wenig abgeflacht, teils fassförmig. Oberfläche: uneben, schwach breiten Kanten. Grundfarbe: grün- bis zitronengelb, z.T. leicht orange angehaucht. Schale: glatt, fettig, auffällige blassgrüne durchschimmernde hell umhöfte Lentizellen. Stielgrube: sehr flach, mittelweit, breite schwache Kanten, fein hellgrau berostet. Stiel: mittellang, am Fruchtansatz verdickt. Kelchgrube: mitteltief, eng, feine Falten, meist ringförmig berostet. Kelch: klein, geschlossen. Blätter: mittellang, häufig büschelförmig aufgestellt. Kelchhöhle: mitteltief, schmal, trichterförmig. Kernhaus: groß, Achse weit geöffnet, Wände: nierenförmig, schmale ausgeblühte Risse, Kerne: klein, länglich, kurz zugespitzt. Fruchtfleisch: gelblich, saftig, süß.
BaumWächst schwach. Bildet spitzpyramidale Krone, dicht verzweigte Äste mit reichlich kurzem Fruchtholz. Blüte: mittelspät, unempfindlich. Ertrag: früh einsetzend, reich, regelmäßig. Neigt zum Vergreisen. Robust in Holz und Blatt. Liebt Nährstoffreiche Böden.
Besondere MerkmaleSchale ohne Deckfarbe, meist nur durchscheinende grünliche Lentizellen. Sehr flache, unberostete Stielgrube. Kernhausache weit geöffnet.
Verwechslersorten"Manks Küchenapfel"

Erwin Bauer

SortennameErwin Bauer
Synonyme
HerkunftSämling von "Geheimrat Dr. Oldenburg". Institut für Pflanzenzüchtung Müncheberg.
Allg. Beurteilung

 

VerwendungFür den Frischverzehr, aber auch als Wirtschaftsapfel.
Frucht

Reife: Ab Anfang Oktober. Wegen der weichen Schale soll druckfrei geerntet werden, andernfalls entsteht schnell Fäulnis auf den Druckstellen. Die Früchte hängen dicht und paarweise windfest bis zur Baumreife. Form: mittelgroß, selten groß, kugelig, gleichhälftig. Kelcheinsenkung: weit, flach, faltig. Kelch: offen. Stiel: lang, typisch grün. Stielgrube: tief, strahlig berostet. Schale: glatt, weich, bei Vollreife unangenehm fettend. Farbe: grüngelb, sonnenseitig rotbraun gesprenkelt und gestreift. Sehr druckempfindlich. Fruchtfleisch: mittelfest, saftig, edelaromatisch bis fad (Standortabhängig), harmonisches Zucker-Säure-Verhältnis.

BaumBreitkugelige, wenig verzweigte Krone mit aufrechten Leitästen. Ein Schnitt zielt auf eine bessere Verzweigung und die Erneuerung des Fruchtholzes hin. Von Jugend an starkes Wachstum, im Vollertragsalter noch mittelstark. Im Holz nicht ganz frosthart. Blüte: Blütenbildung an ein- und zweijährigen Langtrieben, frostempfindlich, guter Pollenspender. Ertrag: etwa nach dem 3. Standjahr einsetzend, dann wechselnd zwischen höheren und mittelhohen Erträgen. Anfälligkeit: erstaunlich widerstandsfähig gegen Schorf und Mehltau, die Früchte neigen zu Glasigkeit und Strippe schon am Baum, auf dem Lager zu Fleischbräune.
Besondere Merkmale
Verwechslersorten"Goldparmäne", "Oldenburg"

Eschacher Mostapfel

SortennameEschacher Mostapfel
Synonyme
Herkunft
Allg. Beurteilung

 

Verwendung
Frucht
Baum
Besondere Merkmale
Verwechslersorten

Evas Apfel

SortennameEvas Apfel
Synonyme"Evas Kalvill", "Pomme d'Eve"
Herkunft
Allg. Beurteilung

 

VerwendungTafel- und Wirtschaftsapfel
FruchtGenussreife: ab Anfang Dezember. Haltbarkeit: bis Anfang März. Form: klein, abgestumpft länglichrund, gleichmäßig gebaut. Schale: glatt, zahlreiche , feine, auf der Sinnenseite mitteldicke und bräunliche Schalenpunkte. Farbe: hellgrün, später hellgelb, sonnenseits etwas goldiger. Die Frucht welkt auf dem Lager nur wenig. Geruch schwach. Fruchtfleisch: gelblichweiß, fein, saftig, mild renettenartig gewürzt, vorherrschende kräftige und angenehme Säure, ausreichendem Zuckergehalt.
Baum
Besondere Merkmale
Verwechslersorten

Extra

SortennameExtra
Synonyme
Herkunft
Allg. Beurteilung

 

Verwendung
Frucht
Baum
Besondere Merkmale
Verwechslersorten