Betriebskontrollen im Bereich Fläche/Umwelt

Die folgende Seite soll einen Hinweis darüber geben, welche Unterlagen und Anforderungen bei Betriebs- und Flächenkontrollen im Rahmen von Cross Compliance, INVEKOS und Fachrecht verlangt werden. 

Da es sich hier um eine Auflistung der wesentlichen Prüfkriterien handelt, erhebt die Kurzinformation keinen Anspruch auf vollständige Darstellung aller Vorschriften.  

Auflagen im Pflanzenschutz

  • Sachkundenachweis des Anwenders
  • gültige Prüfplakette der Spritz- und Sprühgeräte
  • Dokumentation der Pflanzenschutzmaßnahmen (Vordruck)
  • Spritzenbefüllung & -reinigung: kein direkter oder indirekter Eintrag ins Grundwasser (Merkblatt LTZ)
  • Aufbrauchfristen & Anwendungsverbote beachten
  • Abstandsauflagen zu Gewässern und Hecken beachten
  • Bienenschutz beachten
  • überbetrieblicher Pflanzenschutzeinsatz (Lohnarbeiten): Registrierung nach § 9 notwendig - Hinweise

Auflagen im Bereich Düngung

  • N- Gehalt des Bodens: jährlich eigene Nmin- Bodenproben oder NID- Beratungsempfehlungen incl. Bedarfsberechnung (Link zum Nitratinformationsdienst)
  • Phosphat- Bodenuntersuchungsergebnisse: alle 6 Jahre auf allen Schlägen > 1,0 ha
  • Nährstoffgehalte in Wirtschaftsdüngern: Untersuchungsergebnisse oder amtliche Richtwerte
  • Erstellen der Nährstoffbilanz bis 31.03. des Folgejahres
  • Einhalten der N- Obergrenze für Wirtschaftsdünger aus pflanzlicher und tierischer Herkunft auf Acker- und Grünland (170 kg N/ha LN)
  • Sperrfrist für Düngemittel mit wesentlichem N- Gehalt beachten: 01.10.- 31.01. auf Ackerland und 01.11.-31.01. auf Grünland. Bei Festmist von Huf und Klauentieren ist umfasst die Sperrzeit 15.12 - 14.01. für Acker- und Grünland.
  • Ausbringungsverbot von Düngemitteln auf Böden, die wassergesättigt, überschwemmt, gefroren oder durchgängig höher als 5 cm mit Schnee bedeckt sind
  • unverzügliche Einarbeitung auf unbestelltem Ackerland
  • N- Höchstmenge nach Ernte der Hauptfrucht: max. 60 kg Gesamt-N oder 30 kg Ammonium-N/ ha, nur zu Wintergerste mit Getreidevorfrucht, Grünroggen, Winterraps und Zwischenfrüchten wenn der Anteil Leguminosen unter 60% liegt.
  • Ausbringtechnik muss den allgemein anerkannten Regeln der Technik entsprechen 
  • Klärschlammeinsatz: Vorgaben der Klärschlammverordnung einhalten (u.a. Nährstoffvergleich)

Anforderungen an Lagerstätte

  • Lagerkapazität für flüssige Wirtschaftsdünger mindestens sechs Monate
  • Mineraldünger: Lagerung getrennt von Lebens- und Futtermitteln
  • Silage: Sickersaft darf nicht in Gewässer oder Kanalisation gelangen, dichte und standsichere Anlagen
  • Gülle, Jauche, Festmist, Kompost: kein Eintrag in Gewässer, dichte und standsichere Anlagen
  • Pflanzenschutzmittel: u.a. Lagerung getrennt von Lebend- und Futtermitteln; kein direkter oder indirekter Eintrag ins Grundwasser (Merkblatt)
  • Eigenverbrauchertankstellen: u.a. kein direkter oder indirekter Eintrag ins Grundwasser (Merkblatt)
  • Lagerung von Öl- und Schmierstoffen: u.a. kein direkter oder indirekter Eintrag ins Grundwasser

Erhaltung von Flächen in gutem landw. & ökologischem Zustand

  • Auflagen des Erosionskatsters einhalten (Infoblatt)
  • Erhalt der organischen Substanz im Boden: Anbau einer bestimmten Mindestanzahl von unterschiedlichen Kulturen gleichzeitig zw. 01. Juni und 15. Juli eines Jahres (Ackerfläche von 10-30ha - 2 Kulturen; Ackerfläche > 30ha 3 Kulturen)
  • Erhalt von Dauergrünland
  • Ökologische Vorrangflächen: 5% der Ackerfläche sind im Umweltinteresse als öVF auszuweisen
  • Instandhaltung von Stilllegungsflächen: Begrünung durch Ansaat oder Selbstbegrünung; Pflegeverbot vom 01.04.- 30.06; mindestens 1x jährlich Pflegemaßnahme durchführen
  • Beseitigungsverbot für Landschaftselemente 
  • Stoppelfelder nicht abbrennen
  • wasserrechtliche Erlaubnis zur Entnahme von Grund- oder Oberflächengewässer zur Bewässerung notwendig

Vorgaben zum Natur- und Artenschutz

  • Auflagen aus Verträglichkeitsprüfungen einhalten (z.B. Baugenehmigung)
  • Schutz von Lebensraumtypen, Pflanzenarten, wildlebender Vogelarten

Ansprechpartner/in

Christoph Ammermann

Telefon 07351 52-6715
Telefax 07351 525-0424

christoph.ammermann(at)biberach.de

 

Felix Teufel

Telefon 07351 52-6712
Telefax 07351 525-0438

felix.teufel(at)biberach.de