Boden- & Wasserschutz

Humuserhalt und Humusaufbau:

Humus ist ein wichtiger Bestandteil des Bodens und erfüllt viele Funktionen. Bodenstruktur, Wasserhaltekapazität und Nährstoffspeicher sind nur einige Schlagworte. Ziel muss es daher sein, Humus und damit die Bodenfruchtbarkeit zu erhalten.

Einen ersten Hinweis darauf, wie es um den Humus auf Ihren Äckern steht, lässt sich durch eine Humusbilanz ableiten. Mit der Excel-Anwendung der LEL können Sie für den Gesamtbetrieb oder einzelne Schläge eine Humusbilanz erstellen, um zu sehen, ob durch Ihre Fruchtfolge Humus eher auf- oder abgebaut wird.

Humusbilanz (Excel-Programm)

Humusbilanzberechnung Beispiel 1 und Beispiel 2

Hinweis: Die Humusbilanz zeigt nur eine Tendenz und gibt keine Auskunft über den Humusgehalt in Ihren Böden. Die Bilanz ist nicht, wie in der Anwendung angegeben, Teil der aktuellen Cross Compliance – Bestimmungen
Interpretation des Bilanzergebnisses:

 

Tabelle: Versorgungsgruppen (VG) für Humusbilanzen im konvevtionellen und ökologischen Landbau

(Quelle: Körschens et. al., 2004; Kolbe, 2008; Ebertseder et al., 2014

Humusäquivalente (in kg HÄQ/ha)
VersorgungsgruppeKonventioneller LandbauÖkologischer Landbau
A (sehr niedrig)< -200< -200
B (niedrig)-200 bis -76-200 bis -1
C (optimal)-78 bis +1000 bis +300
D (hoch)+101 bis +300+301 bis +500
E (sehr hoch)> 300> 500

 

Die anzustrebende Versorgungsgruppe ist, wie bei den Grundnährstoffen, die Gruppe C. Durch Erreichen der Versorgungsgruppe C kann die Einhaltung eines standort- und bewirtschaftungstypischen Humusgehalt gewährleistet werden. In den Versorgungsgruppen A und B ist auf Dauer damit zu rechnen, dass die Bodenfruchtbarkeit und damit auch der Ertrag abnehmen. Dagegen birgt eine erhöhte Humusbilanz in den Versorgungsgruppen D und E das Risiko von Nährstoffverlusten durch hohe Mineralisationsraten.

 

Im „Leitfaden zur Humusversorgung“ und der Broschüre „Humus, Humusgehalt“ des Verbundes der Landesanstalten und Landesämter für Landwirtschaft finden Sie weitergehende Informationen zum Thema Humus und Humusbilanz:

Leitfaden zur Humusversorgung

Grundsätze der Humuswirtschaft – Humus, Humusgehalt

Humus gilt außerdem als CO2 – Speicher und kann einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Mittlerweile werden von verschiedenen Unternehmen so genannte „Humuszertifikate“ angeboten. Hierzu hat das LTZ folgende Broschüre herausgegeben: Grundsätze der Humuswirtschaft – Humuszertifikate


Das Thünen-Institut hat die Thematik Humuszertifikate ebenfalls aufgegriffen, einen Vortrag zum Thema finden Sie hier: Praxis-Talk | Klimaschutz durch Humusaufbau?! - Vortrag von Dr. Axel Don (Thünen-Institut) - YouTube

Bodenschutz:

Informationen zu den neuen gesetzlichen Auflagen zum Erosionsschutz finden Sie im Infoblatt Erosionskataster

Nach den deutlichen Erosionsereignissen der letzten Jahre haben wir mit dem Neuen Merkblatt Erosionsschutz eine übersichtliche Informationsquelle für den praktizierenden Landwirt zusammengestellt.

Arbeitshilfe "Der heimliche Verlust der Bodenfruchtbarkeit durch Bodenerosion"


Wasserschutz:

Kleines Feldbuch 2021 - Besonderheiten des Ackerbaus in Problem- und Sanierungsgebieten 

Großes Feldbuch 2021 - Dokumentation von Düngung und Pflanzenschutz

Kurzinformationen zur SchALVO

Wasserwirtschaftliche Anforderungen an Eigenverbrauchtankstellen für Diesel

Merkblatt Eigenverbrauchstankstellen bis 5-100cbm

 

Aktionsprogramm zur Sanierung Oberschwäbischer Seen:

Seen und Weiher sind prägende Bestandteile der oberschwäbischen Landschaft. Um der beschleunigten Alterung dieser Gewässer, die durch menschliche Einflüsse bedingt ist, entgegenzuwirken, wurde 1989 das Aktionsprogramm zur Sanierung der oberschwäbischen Seen ins Leben gerufen.

Eine Vielzahl von Seen und Weihern in den Landkreisen Sigmaringen, Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis sind im Aktionsprogramm (bitte anklicken) berücksichtigt.

Von den Landwirtschaftsämtern der vier am Seenprogramm beteiligten Landkreise erfolgt eine Beratung für Landwirte, die Flächen in den Einzugsgebieten bewirtschaften, um die diffusen und punktuellen Nährstoffeinträge zu verringern. Außerdem werden Extensivierungsverträge für „kritische Flächen“ abgeschlossen. In der Kurzübersicht

Weitere Information erhalten Sie unter www.seenprogramm.de 

Ansprechpartner/in

Christoph Ammermann

Telefon 07351 52-6715
Telefax 07351 525-0424

christoph.ammermann(at)biberach.de

 

Tobias Schiller

Telefon 07351 52-6717
Telefax 07351 525-0425

tobias.schiller(at)biberach.de