Pflanzenschutz

Sichere und  hochwertige Ernten sind im Pflanzenbau ohne gezielte Pflanzenschutzmaßnahmen nicht möglich. Unser Leitbild ist der "Integrierte Pflanzenschutz“: Ackerbauliche Vorbeugemaßnahmen werden ausgeschöpft und chemische, biologische und biotechnische Behandlungsmaßnahmen gezielt eingesetzt.

Ziel des Pflanzenschutzes ist die Sicherung von Pflanzengesundheit und Produktqualität. Die Abwehr von Gefahren, die durch die Anwendung von Pflanzenschutzmitteln oder durch andere Maßnahmen des Pflanzenschutzes für die Gesundheit von Mensch und Tier sowie für den Naturhaushalt entstehen können, steht dabei gleichberechtigt im Vordergrund.

 Pflanzenschutz Newsletter: 

Während der Vegetationszeit erhalten Sie Informationen zu Fragen des Pflanzenbaus und Pflanzenschutzes im Ackerbau je nach Bedarf

 

Hinweis: Informationen zu Entwicklungsstadien und Krankheitsbefall bei Getreide im Landkreis Biberach können im Informations- und Prognosesystem ISIP hier abgerufen werden.

Wie das ganze System funktioniert, können Sie in diesem Video sehen (neu)

Pflanzenschutzempfehlungen:

Die Broschüre Intergierten Pflanzenschutz für Baden-Württemberg erscheint jährlich und symbolisiert ein wichtiges Nachschlagewerk für den professionellen Anwender in allen Fragen des Pflanzenschutzeinsatzes für Ackerbau und Grünland.

Pflanzenschutzmittel dürfen nur angewendet werden, wenn diese aktuell zugelassen sind. Wir haben für Sie eine Übersicht mit den widerrufenen beziehungsweise aktuell eingeschränkten Pflanzenschutzmittelzulassungen zusammengestellt 

Getreide:

Mais:

Raps:

Leguminosen:

Allgemeine Fachinformationen:

 

Wichtige Information - Wirkstoff Glyphosat:

Die Änderung der Pflanzenschutzanwendungsverordnung trat am 08.09.2021 in Kraft und ist in der vorliegenden Form für den Wirkstoff Glyphosat bis 01.01.2024 geltend. Die wichtigsten Änderungen betreffen den Einsatz auf Ackerflächen und setzten sich wie folgt zusammen:

  • in allen Wasser-, Natur-, Heilquellenschutzgebieten, Kern- und Pflegezonen von Biosphärenreservaten
  • zur Spätanwendung vor der Ernte (Sikkation)

Glyphosat-Einsatz außerhalb von Wasserschutzgebieten weiterhin möglich:

  • bei Direkt- und Mulchsaatverfahren ganzflächig
  • bei Pflugsaat auf betroffenen Teilflächen zur Bekämpfung ausdauernder Unkräuter /-gräser wie Ackerkratzdistel, Ackerwinde, Ampfer, Landwasserknöterich und Quecke wie auch ganzflächig auf erosionsgefährdeten Ackerflächen (CC Wasser 1 + 2 und CC Wind) zur Unkrautbekämpfung, einschließlich der Beseitigung von Mulch- und Ausfallkulturen.

Eine Anwendung ist in jeder Situation auf das nötige Maß zu beschränken und geeignete vorbeugende Maßnahmen wie z.B. Fruchtfolgeplanung, Aussaatzeitpunkt und mechanische Maßnahmen vorzuziehen.


Die Anwendung zur Grünlanderneuerung sind auf Teilflächen erlaubt, wenn die wirtschaftliche Nutzung oder die Tiergesundheit gefährdet sind. Zur Vorbereitung einer Neuansaat ist eine flächige Anwendung auf Flächen möglich, die in einer Erosionsgefährdungsklasse sind oder auf denen eine wendende Bodenbearbeitung auf Grund anderer Vorschriften nicht erlaubt ist.

 


Anwendung von Pflanzenschutzmittel an Oberflächengewässer

Aufgrund der Neufassung des Wassergesetzes in Baden-Württemberg (WG) vom 3. Dezember 2013, ist seit dem 1. Januar 2014 in Baden-Württemberg der Einsatz und die Lagerung von Dünge- und Pflanzenschutzmitteln in einem Bereich von fünf Metern zur Böschungsoberkante bei Gewässern verboten (ausgenommen sind nur Wundverschlussmittel zur Baumpflege und Wildbissschutzmittel).

Direkte Informationen in einer Übersicht erhalten Sie mit dem amtlichen Daten- und Kartendienst der LUBW. Hier sind die jeweiligen Gewässerordnungen für Ihre Region ersichtlich.

Die sogenannte Fünf-Meter-Regelung gilt nur für Gewässerrandstreifen von wasserwirtschaftlicher Bedeutung. Weitere Auskünfte erhalten sie bei der unteren Wasserbehörde im Landratsamt .

Ansprechpartner/in

Katharina Eberhardt

Telefon 07351 52-6713
Telefax 07351 525-0443

katharina.eberhardt(at)biberach.de

 

Stefanie Hotz

Telefon 07351 52-6711
Telefax 07351 525-379

stefanie.hotz(at)biberach.de

 

Lisa Rodi

Telefon 07351 52-6714
Telefax 07351 525-0423

lisa.rodi(at)biberach.de

 

Michael Ziesel

Telefon 07351 52-6716
Telefax 07351 525-0422

michael.ziesel(at)biberach.de