Erdwärmesonden & Grundwasserwärmepumpen & Erdaufschlüsse

Zur Nutzung von regenerativen Energien werden in verstärktem Maße Erdwärmesonden und Grundwasserwärmepumpen geplant und erstellt.

Das Wasserwirtschaftsamt berät Sie, ob auf ihrem Grundstück Anlagen dieser Art der Energiegewinnung wasserrechtlich genehmigt werden können. In Wasserschutzgebieten und bei aufsteigendem Grundwasser im Untergrund muss dann auf andere Nutzungsformen zur Energiegewinnung zurückgegriffen werden.

Erdaufschlüsse

Erdaufschlüsse (Bohrungen, Schürfgruben, Baugruben, Abgrabungen, Pfahlgründungen usw.) müssen beim Landratsamt Biberach angezeigt werden, wenn sie tiefer als 10 m in den Boden eindringen oder auf die Bewegung, die Höhe oder die Beschaffenheit des Grundwassers einwirken können § 43 (1) Wassergesetz für Baden-Württemberg und § 49 Wasserhaushaltsgesetz. Falls bei Erdaufschlüssen oder Bohrungen unerwartet Grundwasser angetroffen wird, sind die Arbeiten einzustellen, und das Landratsamt Biberach ist umgehend zu informieren.

Seitens des Landratsamtes wird geprüft, ob bei den Arbeiten besondere Schutzvorkehrungen notwendig sind, um Beeinträchtigungen des Grundwassers oder bestehender Grundwassernutzungen (z.B. Trinkwassergewinnung) zu vermeiden.

Für Bohrungen, die in einen Grundwasserleiter eindringen oder wenn ein Einbringen von Stoffen vorgesehen ist, die sich nachteilig auf die Grundwasserbeschaffenheit auswirken können, ist anstelle der Bohranzeige eine wasserrechtliche Erlaubnis erforderlich (§ 43 (2) Wassergesetz für Baden-Württemberg). Die Bohranzeige wird in diesen Fällen als Antrag für die Erlaubnis gewertet (§ 92 (2) Wassergesetz für Baden-Württemberg).

In den Wasserschutzgebieten sind Bohrungen teilweise verboten, oder bestehen gegen Bohrungen, bei denen mit einer Grundwassererschließung gerechnet werden muss, aus Vorsorgegründen grundsätzlich Bedenken. Die Befreiung der Rechtsverordnung vom entsprechenden Wasserschutzgebiet muss separat beantragt werden. Ob eine Befreiung von den Verboten möglich ist, muss durch das Wasserwirtschaftsamt geprüft werden. 


Eine Anzeige nach § 43 (1) Wassergesetz für Baden-Württemberg sollte folgende Unterlagen enthalten:

  • Übersichtsplan mit Eintrag des Vorhabens
  • Lageplan M 1:500 mit Einzeichnung der Bohrpunkte
  • Benennung des Bohrunternehmens mit Qualifikationsnachweise
  • aktuelle Adresse und Unterschrift des Antragstellers
  • Angabe der Flurstücksnummer und Adresse des betroffenen Flurstücks
  • Beschreibung der Arbeiten (Nutzungszweck, Anzahl der geplanten Bohrungen, geplanter Bohrbeginn, geplantes Bohrverfahren, voraussichtliche Bohrtiefe und geplanter Bohrdurchmesser)
  • bei Brunnen und Grundwassermessstellen ist die Schicht zu benennen, in der das Grundwasser erschlossen werden soll (Filterstrecke)

Mit den Arbeiten darf erst 1 Monat nach Eingang der Bohranzeige beim Landratsamt begonnen werden, sofern nicht ein früherer Beginn zugelassen wird.

 

Ansprechpartner/in

Wilhelm Egger
Technik

Telefon 07351 52-6205
Telefax 07351 52-5205

wilhelm.egger(at)biberach.de   

Sascha Ziehe
Technik

Telefon 07351 52-6124
Telefax 07351 52-5634

sascha.ziehe(at)biberach.de

 

Carina Grimm
Recht

Telefon 07351 52-6123
Telefax 07351 52-5123

carina.grimm(at)biberach.de

Josef Lämmle
Recht - gewerblich

Telefon 07351 52-6376
Telefon 07351 52-5376

josef.laemmle(at)biberach.de 

Formulare

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